REISEBERICHT: HOTEL ALTHOF RETZ, RETZ IM WEINVIERTEL

Reiseziel für Weinliebhaber

Die Reisebloggerin im Hotel Althof

 

Prickelnde Auszeit im „Wohnzimmer des Grünen Veltliners“

 

Durch das weite Land in die Top-Weinregion

Fünf Hitzewellen haben wir in diesem Sommer bereits hinter uns, den heimatlichen See schon ausgiebig genossen, begeben wir uns auf einen Kurztrip in eine Region, in der mehr Wein als Wasser zu erwarten ist. Nachdem wir in St. Pölten die Autobahn verlassen und weiter über Krems Richtung Nordosten reisen, liegt bald das bezaubernde Weinviertel, eine sanfthügelige Landschaft mit malerischen Weinbergen, vor uns. Unser Ziel, das Landgut Hotel Althof in der Weinstadt Retz, erreichen wir bei herrlichem Sonnenschein, und der Duft von Grünem Veltliner liegt bereits in der Luft. Zum sehr herzlichen Empfang im Hotel wird uns Traubensaft serviert, denn um die Weintraube dreht sich in dieser Region alles. Die einzigartige Lage des Althofs – auf der einen Seite nur wenige Schritte zum Marktplatz, auf der anderen am Fuße des idyllischen Windmühlen-Weinberges gelegen – fällt sofort auf, und so freuen wir uns auf unsere Erkundungen an diesem bezaubernden Ort.

Prickelnd, pfeffrig und erholsam – die luxuriösen Winzerzimmer im Althof

Durch den romantischen Arkadenhof und weiter über eine heimelige Holzstiege gelangen wir in den Trakt mit den „Genießer-Zimmern“, und dass der Name hier Programm ist, bestätigt der erste Blick in unser Zimmer. Natürlich sticht der in der Mitte platzierte eigene hervorragend bestückte Weinklimaschrank sofort ins Auge. Für jedes der 8 sogenannten „Winzer-Zimmer“ steht ein Top-Winzer der Region Pate und füllt den Weinklimaschrank „seines“ Zimmers mit den flüssigen Kostbarkeiten des jeweiligen Weinguts. Vom Zimmerschlüssel bis zur Aufschrift auf der Duschkabine zieht sich der Wein wie ein roter Faden durch das liebevolle und wohldurchdachte Design. Aber auch die Architektur, die wohl nur eine imposante Burganlage bietet, verleiht dem Zimmer mit Gauben, Dachschrägen und massivem Mauerwerk seinen unvergleichlichen Charme. Behagliche Landhaus-Einrichtung und – was ich ganz besonders schätze – eine individuell regulierbare Klimaanlage lassen uns sofort wohlfühlen.

Auf dem Stadtmauer-Rundweg durch die barocke Weinstadt

Hinaus aus dem Arkadenhof und nur einmal um die Ecke, erreichen wir einen der schönsten und auch größten Marktplätze Österreichs, den malerischen Hauptplatz der traditionellen Wein- und Handelsstadt Retz. Die Kulisse mit den stolzen Bürgerhäusern, die im prächtigen Barock- und Biedermeierstil erbaut wurden, dazu die wärmende Sonne und der herrliche Wein, fühlt man sich fast wie auf einer südländischen Piazza. Doch wir befinden uns im Nordosten Österreichs, nur 5 Kilometer von der tschechischen Grenze entfernt, im Herzen des Weinviertels.

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Der 57 Meter hohe, imposante Rathausturm dominiert den Hauptplatz, er ist täglich zur Besichtigung geöffnet, was wir morgen nutzen werden. Das Rathaus ist Rokoko, die Dominikanerkirche ist barock. Von den beiden Stadtbrunnen, die zum Retzer Weinlesefest mit Weiß- und Rotwein befüllt werden, sehen wir durch den Schwibbogen des zinnenbekrönten Verderberhauses das Znaimertor, gegenüber das Nalbertor. Das auffallende Verderberhaus ist ein frühneuzeitliches Bürgerhaus mit einer Fassade im venezianischen Renaissancestil. Mit der verschiedenartigen Zinnenbekrönung wurde die unterschiedliche Höhe der gotischen Vorgängerbauten ausgeglichen. Die Inschrift auf dem Verderberhaus „Alles mit der Zeit“ gibt das Lebensmotto der Retzer wieder. Gegenüber sticht ein Haus mit grauer Fassade und zahlreichen Malereien heraus, das 1576 errichtete Sgraffitohaus. Es zeigt 120 Bilddarstellungen aus der griechisch-römischen Mythologie, aus dem Alten Testament und die Lebensalter des Menschen. Vorbei am Nalbertor, das einst die Straßen nach Wien und Krems sicherte, spazieren wir zum Schloss Gatterburg, in dem auch das Fahrradmuseum „s´Fahrradl im Schloss“ untergebracht ist. Weiter am „Amtssitz“ der „TV-Richterin Julia“, an deren Serie heute noch Ausstellungen und Souvenirs erinnern, kehren wir wieder auf den Hauptplatz zurück, gönnen uns in der Konditorei etwas Süßes und lassen die ruhige Beschaulichkeit des Städtchens auf uns wirken. Keine Spur von Massentourismus – was für eine Wohltat!

Erholsame Abwechslung im hauseigenen VinoSPA

Zurück im Hotel begeben wir uns auf Erkundungstour durch das jahrhundertealte Gemäuer, das bereits auf eine 700jährige Geschichte zurückblicken kann. In jedem Winkel des Hauses ist diese spürbar, diente doch die Burg einst als Gründungspunkt der Stadt. Heute verschmelzen hier Tradition und Moderne auf wunderbare Weise, die Architekten haben ein wahres Meisterwerk geschaffen. Allen voran zählt der Infinity- Pool am Dach des neuen Althof VinoSPAs zu den herausragenden Pool-Highlights des Landes. Diese architektonische Meisterleistung muss man gesehen haben! Wir haben das Gefühl auf der einen Seite direkt in die Weinberge zu schwimmen, mit Blick auf die Retzer Windmühle, auf der anderen Seite zum Retzer Rathausturm. Wirklich  überragend! Überhaupt ist der gesamte Wellnessbereich, der sich auf 5 Ebenen mit 6 Saunen über 1000 m² erstreckt, einen Besuch und die Lilie, die vom Relax Guide 2017 verliehen wurde, mehr als wert. Wie könnte es anders sein, auch im SPA wird im Althof dem Lebenselexier Wein bzw. der Weintraube eine besondere Bühne gegeben. So können Gäste Infrarot im originalen Barrique-Fass genießen, sanft schwitzen unter einer Weinlaube und erfrischen mit Eis aus dem 600 kg schweren und 300 Jahre alten Pressstein, einer Weinpresse. Wein wird im Althof nicht nur im Glas genossen, sondern in der in Österreich exklusiv im Althof VinoSPA angewendeten SanVino Weinkosmetik auch auf der Haut. Das einzigartige Ambiente eines originalen Kellergewölbes bietet die multisensorische Wohlfühlanwendung „Prickelndes Kellererlebnis“. Der Genuss im Althof VinoSPA kann auch von Einheimischen und Nicht-Hotelgästen in diversen DaySPA-Packages gebucht werden.

Wir setzen unsere Erkundungstour im romantischen Burghof fort, wo ich mich zum Bloggen niederlasse und gleich mit den ersten Beiträgen beginne. In so traumhafter Umgebung lässt es sich arbeiten!

Kulinarischer Tagesausklang im Althof

Nach den bisher erlebten Sinnesfreuden für Körper, Geist und Seele ist nach einem romantischen Abendspaziergang durch die Burganlage der Gaumen dran, und wir nehmen nun endgültig im „Wohnzimmer des Grünen Veltliners“ Platz. Nirgendwo sonst, heißt es unter Weinkennern, sei der Grüne Veltliner derart würzig wie in dieser Region. Das Spiel der Aromen ist ausgeprägt und wird hier liebevoll „Pfefferl“ genannt. Diese typisch österreichische Spezialität ist die am häufigsten angebaute Sorte, speziell im Weinviertel. Sie verzeiht eine Frostnacht, aber nicht mehrere und kann daher in anderen Weinbaugebieten wie zum Beispiel in Deutschland nicht mehr angepflanzt werden. Für viele gehört der Grüne Veltliner demzufolge zur österreichischen Identität.

Kein Wunder, dass sich der Wein mit der speziellen pfeffrigen Würze wie ein roter Faden durch unser Candle Light Dinner auf der Terrasse im Arkadenhof zieht. Mein Freund Arndt erfreut sich am Pfefferl in seinem „Green Tonic“ (Grüner Veltliner serviert mit Eiswürfeln, Tonic Water und Minze), und ich genieße eine Cremesuppe mit Grünem Veltliner, bevor wir uns dem Hauptgang mit Fleisch aus der Region zuwenden.

Die Philosophie des Chefs, seine Mitarbeiter als Mit-Gastgeber zu bezeichnen, zahlt sich aus, denn in jedem Bereich des Hotels treffen wir auf freundliches und zuvorkommendes Personal.

 

Sonniger Start in den neuen Tag

Die Sonne lacht wieder vom Himmel und ausgeruht starten wir am reichhaltigen Weinviertler Genießerbuffet in den neuen Tag. Ofenfrisches Gebäck, Wurst, Schinken und Säfte aus der Region, hausgemachte Kuchen und Marmeladen, frische Vitamine und herrlich Kaffee erwartet die Gäste.

Nach dem herrlichen Frühstück auf der Terrasse im Arkadenhof steht mir Hoteldirektor Bernd Kleinschuster für mein Interview bereitwillig Rede und Antwort.

 

Imposanter Rundblick vom Retzer Rathausturm

Bei so wunderbarem Wetter kommt man am mächtigen Rathausturm nicht vorbei, ohne ihn nicht erklimmen zu wollen. In 30 Metern Höhe befindet sich die Türmerstube und eine Galerie, welche einen herrlichen Ausblick bieten muss. Gesagt, getan – nach 128 Stufen über eine Wendeltreppe eröffnet sich uns ein atemberaubender Blick auf die malerischen Weinberge des Retzer Landes, auf den Marktplatz mit seiner beeindruckenden Größe von 1,2 Hektar, der von oben jedoch sehr verspielt aussieht, auf das Schloss Gatterburg, das Dominikanerkloster und auf das nahe gelegene Nachbarland, nach Südmähren. Von oben sind der Graben, der Wall und die mächtigen Mauern, die einst den Stadtkern bewehrten, sehr gut zu sehen.  Für uns als Althof-Fans der schönste Blick ist allerdings der auf den Dach-Pool des Althof VinoSPAs mit der Windmühle im Hintergrund.

Spaziergang zum Retzer Wahrzeichen

Durch die Windmühlgasse, eine für das Weinviertel typische Kellergasse, und anschließend über einen romantischen Spazierweg durch die Weingärten erreichen wir nach zirka 15 Minuten das Wahrzeichen der Stadt, die Retzer Windmühle auf dem Kalvarienberg. Sie wurde 1772 vom Windmüller Ferdinand Zimer errichtet und befindet sich seit 1833 im Besitz der Familie Bergmann. Seit 1924 steht sie unter Denkmalschutz und wird ausschließlich mit Windkraft betrieben. 1924 stillgelegt, wurde sie 2010 wieder in Betrieb genommen und mahlt heute auf traditionelle Weise Roggen und Weizen zu Mehl. Von April bis Oktober werden täglich Windmühlbesichtigungen angeboten.

Schön langsam melden sich wieder Hunger und Durst, und der „Windmühlen-Heurige“ mit seinen lauschigen Lauben lädt zu einer Rast ein. Der Panoramablick ist überwältigend, die Bedienung freundlich, Speis und Trank reichlich, delikat und das alles auch noch zu moderaten Preisen. Für den Aufenthalt an diesem paradiesischen Ort nehmen wir uns gerne ein „Randl“ oder „Randerl“, wie wir in der Lektion „Retzerisch für Anfänger“ lernen. Der Rand steht nämlich hierzuland für ein kleines bisschen Zeit. Es ist die besondere Form der Muße, die die Menschen im Retzer Land entspannter leben lässt. Wir machen uns diese Muße zu eigen, lehnen uns zurück und genießen die Zeit.

Diesen Geheimtipp behalten wir in Erinnerung und kehren bei Gelegenheit gerne wieder mal zurück.

Bei Einbruch der Dämmerung spazieren wir über den beleuchteten Hauptplatz in Richtung Schloss und lassen den lauen Sommerabend im Gastgarten des Schlosswirts ausklingen.

Eintauchen in den größten Weinkeller Österreichs – der Retzer Erlebniskeller

Unser Timing könnte gar nicht besser sein. Am nächsten Vormittag, wenn bei uns die Besichtigung des größten historischen Weinkeller Österreichs auf dem Programm steht, regnet es. Kein Problem, wir tauchen für die nächsten zwei Stunden ein in die Welt des Weins unterhalb der Stadt. Die unterirdischen Anlagen sind weitläufiger als die Straßen und Gassen oberhalb. Das Kellerlabyrinth erstreckt sich auf einer Gesamtlänge von mehr als 20 Kilometern unter dem Stadtkern. Die bis zu 20 Meter tief gegrabenen Keller sind dreigeschoßig angelegt. Gut, dass ich trotz sommerlicher Temperaturen eine Lederjacke eingepackt habe, die kann ich im 10 – 12 Grad kalten Keller gut brauchen. Bei unserer Gruppenführung besichtigen wir ca. 1000 Meter Keller, was jedoch nur 5 Prozent der gesamten Ausdehnung entspricht. Die Geschichte des Weines wird an mehreren Stationen durch Objekte, Bilder und Ton dargestellt. Kein Getränk verehrten die Menschen mehr als den Wein. Griechen und Römer benannten Götter nach ihm, Pompeji war die Weinmetropole des Römischen Reiches und das Alte Testament bezeichnet Noah als ersten Weinbauern. Kriege wurden um den Wein geführt, Friede und Staatsverträge mit ihm besiegelt. Wein wurde und wird immer noch von vielen als Wohlstand und – in Maßen genossen – als Medizin gesehen.

Auf unserem Weg durch das Kellersystem passieren wir immer wieder Dampflöcher, wie sie auch oberirdisch am Hauptplatz zu sehen sind. Weinpumpen leiteten einst den Wein, der durch Schläuche über diese Dampflöcher in den Keller kam, weiter in die Weinfässer zur Lagerung und Reifung und später auf dem selben Weg wieder aus dem Keller nach oben. Bevor diese Pumpen in den Einsatz kamen, war der Transport des Weines aus dem Keller nach oben sehr mühsam, musste er doch in Kübeln und Butten getragen werden. Angesichts der großen Fässer und Zisternen, die 10.000 Liter Wein beinhalten, können wir uns das Ausmaß dieser Anstrengungen wahrscheinlich nicht mal ansatzweise vorstellen.

Am Ende des Altstadtkellers erreichen wir einen langen Gang, in dessen Nischen sich die sogenannten „Weinheiligen“ verstecken. Genoveva, Fabian und Sebastian, Georg, Urban, Vitus, Jakobus, Sixtus, Michael, Theresia, Martin, Florinus und Johannes – sie alle huldigen dem Wein und weisen den Weinbauern an ihren jeweiligen Lostagen den Weg. Nicht nur für meinen Freund mit seinen 1,96 m Größe heißt es dann und wann „Kopf einziehen!“, auch ich tue vorsichtshalber dasselbe, denn hoch sind die in bloßen Meeressand gegrabenen Stollen wahrlich nicht.

Ein goldener Weinstock neben dem Bildnis des Retzer Bürgers mit einem Weinbauern weist auf den Umstand hin, wie die Retzer eigentlich ihren Reichtum erlangten, indem sie sich den Wein quasi vergolden ließen. Auf ein Privileg zurückgehend, das Kaiser Friedrich III. 1458 der Stadt Retz verliehen hatte, erhielt jeder Retzer Bürger das Recht, mit Wein zu handeln. Die Winzer von zehn umliegenden Ortschaften mussten jeweils bis Martini (11. November) den fertig vergorenen Wein nach Retz bringen. Verkaufen durfte ihn jedoch nur der Retzer Bürger, weshalb die Keller in der Stadt nur mehr der Lagerung und Reifung der Weine dienten.

Anlässlich des „Retzer Weinlesefestes“, das heuer von 22.-24. September stattfindet, putzen die Retzer ein Holzgestell in Form einer Ziege mit knapp 200 Kilo  Weintrauben auf, um dieses beim großen Winzerumzug als „Weinbeergoaß“ zu präsentieren. Gefolgt von 40 – 50 weiteren dekorierten Winzerwagen und Blasmusik zum Hauptplatz. Kaum dort angekommen, findet die wundersame Verwandlung von Wasser in Wein statt, wenn die beiden Brunnen jeweils 250 Liter Weiß- und Rotwein spenden. Nach etwa 2 Stunden ist der Brunnen leer und auch die mühsam aufgeputzte „Weinbeergoaß“ ziemlich angeknabbert. Das „Retzer Weinlesefest“ zählt – neben der „Retzer Weinwoche“ im Juni mit Verkostung von 750 Spitzenweinen aus der Region samt Prämierung – zu den Höhenpunkten des Weinjahres und ist sicher einen Ausflug wert.

Lesen Sie auch meine Reiseberichte über die Weinregionen Gamlitz und Mörbisch!

 

„Österreich ist frei!“

Wien schreibt den denkwürdigen Tag 15. Mai 1955, als im Schloss Belvedere als Abschlusssatz der Dankesrede Figls die erlösenden Worte „Österreich ist frei!“ gesprochen werden –  eines der bekanntesten politischen Zitate der jüngeren Geschichte Österreichs. Hinter einem Eisentor im Retzer Erlebniskeller findet sich ein Zeugnis jener Zeit. Die Flasche mit der rot-weiß-roten Schleife ist ein Überbleibsel der zum Staatsbankett kredenzten Weine. Rotweine aus Retz, die Geschichte schrieben und nicht nur den Unterzeichnern unseres Staatsvertrags – dem Außenminister der Sowjetunion  Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow, dem Außenminister der USA John Foster Dulles,  dem Außenminister Frankreichs Antoine Pinay, dem Außenminister Großbritanniens  Harold Macmillan und unserem Außenminister Leopold Figl – mundeten.

Nach diesem Ausflug in die jüngere Geschichte Österreichs tauchen wir bald wieder aus dem Keller auf, für uns sehr praktisch direkt in der Vinothek im Hotel Althof, die 130 ausgesuchte Weine der „Großlage Retzer Weinberge“ beheimatet. Nach einer kurzen Verkostung edler Tropfen gelangen wir wieder ans Tageslicht. Der Regen hat aufgehört und uns scheint abermals die Sonne. Mit vielen neuen Erkenntnissen über Wein und wunderschönen Eindrücken aus dem Retzer Land reisen wir ab und freuen uns auf die nächste Reise.

 

Mein Ausflugstipp: Mit dem „Reblaus-Express“ durch das Weinviertel

Der Reblaus-Express verbindet auf 40 Kilometern die Reize des Weinviertels mit jenen des Waldviertels und transportiert so die Gäste zu 10 Bahnstationen zwischen Retz und Drosendorf. Natürlich kommt auf der Strecke, die ein Garant für einen erlebnisreichen Ausflug für Groß und Klein ist, auch der kulinarische und vinophile Genuss nicht zu kurz. Der Reblaus-Express wird als Nostalgiezug mit Diesellok, Heurigen- und Fahrradwaggon geführt, die Beförderung von Fahrrädern ist kostenlos. Betriebszeiten zwischen April und Oktober.

Weitere Infos: www.reblausexpress.at

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

IPP-Hotels Landgut & SPA Hotel Althof Retz
Hoteldirektor Bernd Kleinschuster
Althofgasse 14
A - 2070 Retz im Weinviertel
Tel. +43 (0)2942 - 3711
www.althof.at

Weitere Informationen:

Tourismus Verein Retz
Obmann Reinhold GrieblerHauptplatz 30
A - 2070 Retz im Weinviertel
Tel. +43 (0)2942 - 2700
www.retz.at

 

DIE REISEBLOGGERIN IM „REISEGEFLÜSTER“ MIT AUSSENMINISTER und dem heutigen Bundeskanzler SEBASTIAN KURZ

Die Reisebloggerin im Interview

„REISEGEFLÜSTER“ MIT AUSSENMINISTER SEBASTIAN KURZ

Gesprächspartner: Sebastian Kurz, Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres

Veranstaltung: Europäisches Forum Alpbach

Ort: Alpbach in Tirol

Datum: 2. September 2015

REISEBERICHT: SCHLOSSVILLA MIRALAGO, PÖRTSCHACH AM WÖRTHERSEE

Reiseziel für Verliebte

Mit der Reisebloggerin in der Schlossvilla Miralago

Ganz romantisch vom „Ich“ zum „Wir“ – an den noblen Gestaden des Wörthersees

Heiraten, Flittern und Turteln im Stil der Sommerfrische

Weitläufig als „Honeymoon“ bekannt, bezeichnen die Franzosen die schönsten Wochen eines Brautpaares  als „semaines de plaisir“ (Wochen des Vergnügens), „Luna di miele“ (Honigmond) nennen sie die Italiener, eher pragmatisch die Dänen „Hredebrodsdagen“ (Weißbrottage), „el pan de la broda“ (das Brot der Hochzeit) die Spanier, „semana dos prazeres“ die Portugiesen (Woche der Lustbarkeiten), und die Schweden erfreuen sich schlichtweg an einem „smekmånad“, dem Schmeichelmonat. Welche klingenden Namen sich Liebende auch immer haben einfallen lassen, eines ist sicher. Flittern gehört einfach zur Romantik wie das „Ja“ zum Traualtar! Selten ein Platz, an dem sich in Österreich so stilvoll wertvolle Zeit zu Zweit genießen lässt wie in der Schlossvilla Miralago, einem wahren Juwel am Wörthersee.

Miralago bedeutet „Seeblick“…

„Schlossherr“ Mag. Johannes Muchitsch, seines Zeichens Vermögensberater, Koch aus Leidenschaft und Gastgeber, bereitet mir einen herzlichen Empfang, und ich inspiziere mein Zimmer. Oder besser gesagt, meine Wohneinheit, die aus Wohn- und Schlafzimmer sowie einem äußerst geräumigen Bad mit eigener Jacuzzi-Whirlpool Badewanne besteht. Der Blick aus dem Fenster verleitet sofort zum Träumen, im berühmten Wörthersee-Türkis präsentiert sich der See hier in der Pörtschacher Ostbucht, die aufgrund ihrer Ruhelage als die wohl schönste Bucht gilt. Einfach nur idyllisch, dieser „Seeblick“!

Wie ich vom Hotelchef gleich erfahre, lässt sich der Wert einer Seeliegenschaft mit dem Ausblick, den sie bietet, bemessen, wobei der Blick auf das malerische Maria Wörth besonders hoch im Kurs steht. Eröffnet sich zugleich noch die Sicht auf Velden, wie dies an manchem Plätzchen in der exklusiven Pörtschacher Ostbucht der Fall ist, hat man es hierbei mit den wertvollsten Lagen des Wörthersees zu tun.

Die Atmosphäre mutet sehr persönlich und luxuriös an. Kein Wunder, bietet die Villa in nur sechs Suiten und sechs Doppelzimmern Platz für höchstens 26 Gäste. Fast fühlt man sich ein bisschen wie eine Prinzessin, der von ihrem Hofstaat die Wünsche von ihren Lippen abgelesen werden. Doch eigentlich bin ich im Moment ohnehin wunschlos glücklich.

Beim Rundgang durch das Haus bemerke ich, dass nicht nur in meinem Zimmer ein TV-Gerät oder sonstige High Tech-Anlagen fehlen, auch Designermöbel sind in diesen altehrwürdigen Hallen nicht zu sehen. Kein Hotel im üblichen Sinn also. Ich muss zugeben, dass mir dieses Konzept gefällt. Wer will hier schon vor der Flimmerkiste sitzen? Zugegeben, mit einer Ausnahme. Heute steht das EURO-Spiel mit Island auf dem Programm, und bei solch weltbewegenden Ereignissen findet sich dann doch ein Fernseher im Schloss. Wie beruhigend, aber danach schweift mein Blick doch gleich wieder viel lieber hinaus in den malerischen Park. Wenn ich diese überwältigende Aussicht auf den See genießen kann, setze ich mich abends an den weitläufigen Strand oder ins romantische Bootshaus und sehe dann im wahrsten Sinne des Wortes „fern“. Es ist der Hauch der großen Blütezeit der Wörthersee-Sommerfrische, der in den Zimmern und im ganzen Haus zu spüren ist. Wie in alten Gemäuern üblich, regelt die großzügige Architektur das Klima von selbst und macht eine Klimaanlage überflüssig. Im Spätherbst laden Kachelöfen zum gemütlichen Verweilen ein.

Die Schlossvilla Miralago wurde nach den Plänen des Architekten Carl Langhammer im Jahr 1893 als „Villa Urban“ für die wohlhabende Wiener Unternehmerfamilie Ludwig Urban erbaut. Gemeinsam mit dem engsten Freundeskreis genoss man die Lebenslust der „Sommerfrische“ von der Frühlingsmitte bis zum Herbstausklang. Die Gartenfeste in der Villa waren legendär, und eine Einladung von Ludwig Urban bedeutete für den Gast eine große Ehre.

Am nächsten Tag lacht die Sonne bereits ab den frühen Morgenstunden vom Himmel, und dieses südliche Lebensgefühl erweckt in mir die „Lust auf Wörthersee“. Entspannte Stunden verbringe ich am weitläufigen Privatstrand und freue mich über Vogelgezwitscher als Begleitmusik . Die Wassertemperatur ist mehr als nur angenehm, und so plantsche ich mit Genuss in der liebsten „Badewanne“ der Österreicher. Und bald schon werde ich vom Hotelchef, der nun in die Rolle des Kapitäns wechselt, zu einer Bootsfahrt durch die Pörtschacher Bucht entführt.

 

Die berühmte Wörthersee-Architektur

„Schlossherr“ Muchitsch dreht mit mir eine Runde mit dem Boot und verschafft mir somit einen schönen Eindruck der berühmten Wörthersee-Architektur. Majestätisch liegen sie vor mir, diese imposanten Villen, die zwischen den 1840- und den 1890er-Jahren für wohlhabende Wiener erbaut wurden, und Pörtschach somit zum mondänsten Badeort Österreichs avancierte. Großbürger, Adel und Künstler wie Brahms oder Mahler suchten hier Erholung, Gesellschaft und Inspiration. Mit der Eröffnung der k.u.k. Südbahn 1864 gelangten unsere Hauptstädter bequem nach Kärnten, und die Zeit der „Sommerfrische“ war eingeläutet. Stets wurden die Villen mit Bezug zum See und zur Natur konzipiert, die wunderschön gestalteten Parkanlagen um die Bauten sowie die Boots- und Badehäuser direkt am Wasser zeugen auch heute noch davon. Neben Carl Langhammer, dem Erbauer der Villa Miralago, taucht auch immer wieder der Name Franz Baumgartner auf, der als wichtigster lokaler Vertreter der Architekten des sogenannten „Wörthersee-Stils“ gilt.

Als ganz besonderes Juwel wird das berühmte Villen-Ensemble in Pörtschach betrachtet, zu dem neben der Schlossvilla Miralago auch noch die Villa Wörth, die Villa Seehort und die Villa Seefried gehören. Diese Bauten repräsentieren zugleich das am besten erhaltene Villenensemble Kärntens.

Mir machen Halt vor der „Villa Flora“ und sehen, dass unterschiedliche Epochen und Baustile sehr wohl nebeneinander existieren und  und vor allem auch harmonieren können. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die heute modernste Villa am See, ein Glanzstück der modernen Wörthersee-Architektur.

 

Köche aus Leidenschaft

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, fokussiert sich der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Topkoch Johannes Muchitsch nicht nur auf das kulinarische Verwöhnen verliebter Paare, sondern setzt ein mutiges Statement in der Gourmetszene. „Bei mir gibt es das zu essen, was ich selbst gerne esse und was wir in der Familie in unserer langen privaten Kochtradition auf dieses für uns beste Niveau gebracht haben. So wie es uns am besten schmeckt, servieren wir es auch dem Gast, und freuen uns, wenn es ihm dann ebenso schmeckt“, bringt Muchitsch seine Philosophie auf den Punkt. Der Erfolg gibt ihm recht, und das Lob seiner besonders anspruchsvollen und weitgereisten Gäste, die extra für seine Gänseleber oder sein Kalbsfilet an den Wörthersee kommen, ist für ihn wie Balsam auf seiner Seele. Das Nationalgericht Kärntner Kasnudel wird man vergeblich auf der Karte suchen, zum Stil des Hauses passend werden stattdessen Salbeiravioli kredenzt, da sie mit mehr Finesse zubereitet werden könnten. Auch interpretiere man nicht immer seine Gerichte neu, auf die Beständigkeit der Qualität käme es an, verrät mir Johannes Muchitsch. Die Küche im Miralago sei berühmt für ihre konstante und maximal nach oben abweichende Qualität, und so bekäme der Gast ein Gericht immer wieder in der gewohnten Qualität. Das Versprechen: jeder Bissen ein Genuss mit Wow-Effekt – ich bin gespannt und begebe mich ins Bootshaus zum „Romantik-Dinner“, zu dem der Hotelchef geladen hat.

Da ich in allererster Linie mal ein visueller Typ bin, erfreue ich mich gleich beim Eintreffen schon am Genuss, der für das Auge geboten wird. Liebevolle Dekoration mit Kerzchen, die mir den Weg ins Bootshaus weisen, dann der Tisch mit Rosenblättern im Kerzenschein. Und phänomenal die Aussicht! Maria Wörth scheint zum Greifen nah, das gegenüberliegende Seeufer erstrahlt im Glanz der Abendsonne. Nach dem Prosecco beginnen wir unser 5-gängiges Menü mit Gänseleber mit Apfel und schwarzer Nuss, ein Gedicht! Bereits am Boot hat mir Herr Muchitsch erklärt, dass es Teil seiner Philosophie sei die Gäste mit puren Geschmackserlebnissen zu verwöhnen. Drei Geschmäcker am Teller würden reichen, diese pur und ohne Firlefanz wie Blüten oder sonstige Verzierungen. Nun weiß ich, wie er das meinte und genieße es. Weiter geht es mit Carpaccio und Ruccola, bevor wir uns die köstlichen Jakobsmuscheln auf der Zunge zergehen lassen. Als Hauptgang wird zartes Kalbsfilet mit grünem Erbsenpüree serviert, jeder Gang natürlich immer mit der passenden Weinbegleitung. Vor dem Dessert weist mich Johannes Muchitsch darauf hin, dass beim „Romantik-Dinner“ für Gäste nun der große Augenblick gekommen wäre, in dem der Bräutigam vor seiner Angebeteten auf die Knie ginge und die Frage aller Fragen stelle. Ja, ein wahrhaft märchenhafter Ort. Das Farbenspiel des Abendrots, das mittlerweile die gegenüberliegenden Karawanken leuchtend eingefärbt hat, bietet einen stimmungsvollen Rahmen für das Anstecken des Ringes. Hier werden sicher die Augen künftiger Bräute zum Glänzen gebracht, und sollte in diesem Ambiente eine „Nein“ sagen, so war es mit Sicherheit nicht die Frau fürs Leben! Doch derartiges sei an dieser Location noch nie vorgekommen, versichert mir der Chef des Hauses schmunzelnd. Den Abschluss unseres Dinners setzt ein erfrischendes Sorbetto. Fragen Sie sich eigentlich schon, wer diese Köstlichkeiten zubereitet hat, wenn ich doch mit dem Chef hier diniere? Es ist fast nicht zu glauben, aber unser Menü wurde tatsächlich von einem 16 Jährigen gezaubert! Lukas Muchitsch, der Sohn des Hauses tritt in die Fußstapfen seines Vaters, ist bereits als Sous Chef tätig und heute der Künstler in der Küche. Diesen Namen werden wir uns merken müssen, denn er wird uns gewiss irgendwann wieder begegnen. Irgendwo am Koch-Olymp zwischen Los Angeles und dem Wörthersee!

Romantische Zeit zu zweit

Ja, die kann man an diesem atemberaubenden Ort wirklich genießen! Innige Momente in lauschiger Atmosphäre – Hand in Hand im Mondschein am Strand, ganz romantisch beim privaten Dinner im Bootshaus oder kuschelig in den wohligen Fluten des Jacuzzi – erwarten verliebte Paare in diesem Paradies. Und für alle, die sich ihrer Liebe schon sicher sind fürs ganze Leben: ein außergewöhnlicher Platz zum Heiraten!

Heiraten in der Schlossvilla Miralago

Verliebt, verlobt, verheiratet! So romantisch schließt man hier den Bund fürs Leben. Die standesamtliche oder symbolische Trauung kann direkt am See, im bezaubernden Bootshaus oder in der Bibliothek der Villa abgehalten werden. Auf Wunsch ist auch eine kirchliche Trauung in der Villa möglich, oder das Brautpaar setzt mit dem Boot direkt vom Steg zur Kirche in Maria Wörth über. Der malerische Park mit Strandbar, Steg, Bootshaus und Hochzeitszelt bildet die perfekte Kulisse für ein rauschendes Hochzeitsfest.

 

Trotz strahlendem Sonnenschein, wohlig warmer Wassertemperaturen und südlichem Dolce Vita-Feeling heißt es für mich wieder Abschied zu nehmen. Von der Sonne wachgeküsst, lasse ich mir noch einmal das Miralago Gourmet Frühstück im Park schmecken, bevor ich mich auf den Heimweg in Richtung Norden mache.

Mein Resümee: die Schlossvilla Miralago ist ein echter Geheimtipp für Romantiker und anspruchsvolle Gäste, die in luxuriöser Privatsphäre Gelassenheit, Entschleunigung und Genuss suchen. Und das vom Frühjahr bis in den Herbst!

Lesen Sie auch meinen Reisebericht über Velden am Wörthersee!

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Schlossvilla Miralago
Mag. Johannes Muchitsch
Hauptstraße 129
A-9210 Pörtschach am Wörthersee
Tel. +43 (0)4272 2430
www.miralago.at

DIE REISEBLOGGERIN IM „REISEGEFLÜSTER“ MIT NAHOST-EXPERTIN und der heutigen Außenministerin DR. KARIN KNEISSL

Die Reisebloggerin im Interview

“REISEGEFLÜSTER” MIT NAHOST-EXPERTIN DR. KARIN KNEISSL

Gesprächspartnerin: Dr. Karin Kneissl (Nahost-Expertin, Autorin, ehem. Diplomatin)

Ort: Wien

Datum: 20. September 2016

 

Sehen Sie auch mein „Reisegeflüster“ mit Aussenminster Sebastian Kurz!

DIE REISEBLOGGERIN IM „REISEGEFLÜSTER“ MIT FESTSPIELPRÄSIDENTIN DR. RABL-STADLER

Die Reisebloggerin im Interview

“REISEGEFLÜSTER” MIT FESTSPIELPRÄSIDENTIN DR. RABL-STADLER

Gesprächspartnerin: Dr. Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele

Ort: Salzburg

Datum: 7. Oktober 2015

REISEBERICHT: GESUNDHEITS- & KURHOTEL BADENER HOF, BADEN BEI WIEN

Reiseziel für Gesundheitsbewusste

Mit der Reisebloggerin im Kurhotel Badener Hof

Gesundheit, Genuss und Kultur in der kaiserlichen Kurstadt vor den Toren Wiens

Glücklicherweise muss die 35+-Generation im allgemeinen noch über keine nennenswerten gesundheitlichen Probleme klagen, hie und da zwickt und zwackt es im Rücken oder Nacken, aber im großen und ganzen dürfen wir uns noch als recht fit bezeichnen. Medienberichte über die ebenfalls in die Jahre kommenden Topmodels mit Headlines wie „40 ist das neue 30“ saugen wir gierig auf und freuen uns über unsere (noch) jugendliche Frische. Der ideale Zeitpunkt also, um sich in aller Ruhe mit dem Thema Gesundheitsprävention auseinanderzusetzen. In diesem Alter und unter derlei Voraussetzungen soll Gesundheit Spaß machen und sich abwechslungsreich gestalten. Genuss, Kultur, Vergnügen und nebenbei etwas fürs Wohlbefinden zu tun, so stellen wir uns den perfekten Gesundheitsurlaub vor. Da ich dafür das ideale Ziel gefunden habe, setze ich mich mal wieder ins Auto und mache mich auf den Weg in die zauberhafte Kurstadt Baden vor den Toren Wiens.

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„Kurstadt“ auch für junge Leute…

Mein Weg führt mich durch das romantische Helenental, vorbei am geschichtsträchtigen habsburgischem Jagdschloss Mayerling und den singenden Mönchen des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz. Kurz klopfen ein paar Regentropfen an meine Windschutzscheibe, was ich nach der endlosen Hitzewelle als sehr angenehm empfinde. Doch am Reiseziel Baden erwartet mich schon wieder schönster Sonnenschein.

Ein sehr herzlicher Empfang wird mir bereitet durch Hoteldirektor Stephan Schöttke und seine freundlichen Rezeptionistinnen, später gesellt sich auch die PR-Dame des Hauses, Frau Gudrun Wittmann, dazu und führt mich durchs Haus und das Kurzentrum. Doch zuerst werfe ich gleich wieder einen Blick in mein Zimmer, das sich heute sogar als Suite mit Dachterrasse herausstellt. Der Blick ist grandios direkt auf die Römertherme, wobei mir gleich das Kleeblatt-Becken ins Auge sticht. Über und über mit Massagedüsen ausgestattet und dank feiner Temperaturen von 36 Grad versammeln sich hier die Badegäste und verweilen. Ihre Entspannung kann ich förmlich bis hinauf in den 4. Stock spüren. Im Hintergrund sehe ich noch das berühmte Casino, das sich am Ort der früheren Schwefelwasser-Trinkquelle befindet, und den Wienerwald. Die Ursprungsquelle, die Römerquelle, direkt unter dem Casino mag vielleicht Glück bringen? Ein Casinobesuch steht auf jeden Fall auf meinem Programm, und dann werde ich den magischen Ort testen. Der Badener Hof besteht aus dem Gesundheitshotel, dem Trakt, in dem ich untergebracht bin, und dem Kurhotel. Insgesamt verfügt es über 127 Zimmer im Kurhotel, 72 Zimmer im Gesundheitshotel, davon sind 10 Suiten, 25 Einzelzimmer und 37 Doppelzimmer. Die Farben und Materialien im Zimmer wirken beruhigend, ich komme an und fühle mich wohl. Wenn ich mich auch noch gar nicht von der schönen Aussicht losreißen und gerne einen Moment auf der herrlichen Terrasse relaxen möchte, überwiegt meine Neugier, und ich begebe mich mit Frau Wittmann auf meine Orientierungsrunde.

Das Gesundheitshotel behandelt vorwiegend Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates und rheumatische Erkrankungen, jedoch setzt es auch einen Schwerpunkt auf die Wiederherstellung der Funktionalität nach Operationen und Sportverletzungen. Stolz zeigt sie mir das breite hoteleigene Angebot mit den Abteilungen für Massagen mit der Liege für die Unterwasserdruckstrahlmassage Hydrojet, Heilpackungen und Heilbäder wie Schwefelschlammpackungen oder Kohlensäurebad, Elektrotherapie, Gymnastik- und Fitnessräume, Hallenbad für Wassergymnastik, Trink- und Inhalationskur und für eine Reihe von ayurvedischen Anwendungen, bevor wir ins Badener Kurzentrum wechseln, das praktischerweise mit dem Hotel verbunden ist. Dort gilt mein Interesse der Schwefelwasser-Trinkquelle, denn wie ich höre, wird der Begriff „Anti Aging“ mit dem „Gelben Gold“ – dem Badener Schwefelheilwasser – in Verbindung gebracht und so muss ich gleich einen Schluck testen. Hauptsächlich finde das Wasser Anwendung als Trink- und Inhalationskur bei Erkrankungen der Atemwege und der Verdauungsorgane, erfahre ich. Und es verfüge auch über eine ausgezeichnete antioxidative Wirkung und könne somit einen wertvollen Beitrag in der Prävention chronischer Zivilisationskrankheiten leisten.Schwefel tritt mit einer natürlichen Temperatur von 32 bis 36 Grad an die Oberfläche und wird bereits seit der Antike in Form von Schlamm-, Bäder- und Trinkkuren verwendet. Unvorstellbar ist für mich, dass mehr als 4 Millionen Liter naturbelassenes Schwefelthermalwasser täglich aus den 14 natürlichen Schwefelthermalquellen sprudeln. Ein ungeheures Wasserreservoir muss das wohl sein!

Derart gestärkt statten wir dem Tourismusdirektor der Stadt Baden, Herrn Klaus Lorenz, einen Besuch ab. Ich muss zugeben, sein Kaffee schmeckt dann doch um eine Spur besser als das Schwefelwasser. Herr Lorenz zeigt mir seinen Lieblingsplatz im sogenannten Rosarium, dem größten Rosengarten Österreichs, in dem auf über 75.000 m² mehr als 25.000 Rosenstöcke in 900 verschiedenen Sorten blühen. Ein zauberhafter Anblick und man kann sich vorstellen, dass dieser Ort so manchen Kurschatten zu romantischen Stunden einlädt. Ja, der Kurschatten ist wahrhaft keine Erfindung der Neuzeit. Auch Constanze Mozart, die gerne in Baden zur Kur weilte, lachte sich schon einen an, und so kam es, dass Wolfgang Amadeus Mozart, getrieben von Eifersucht, ebenfalls die Stadt aufsuchte und dort ein grandioses Meisterwerk, das „Ave verum corpus“, komponierte. Überhaupt schien Baden ein inspirierender Ort für große Meister zu sein, auch Beethoven komponierte seine neunte Symphonie in der Kurstadt, und hier wurde sie auch uraufgeführt. Schani Strauß verdiente gutes Geld als Kurmusiker, weilten doch viele Adelige und Wohlhabende zur Sommerfrische in Baden und zogen die Künstler magnetisch an. Kunstgenuss wird auch heute noch groß geschrieben, und so bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm den Gästen viel Abwechslung. Besonders romantisch ist die Stimmung bei den Mondscheinkonzerten im Kurpark beim Beethoventempel. Jeden Samstag im Juli und August begeistert ein traumhafter Ausblick über das nächtlich beleuchtete Baden, untermalt mit herrlichen Klaviermelodien unter freiem Himmel die Gäste. Klavierklänge von klassisch bis modern laden bei freiem Eintritt zum Träumen ein. Ganz nett finde ich auch die geführten Weingartenwanderungen unter dem Motto „Auf den Spuren der Reblaus“, die ebenfalls vom Tourismusverband veranstaltet werden. Köstliche Anekdoten zu berühmten Baden-Besuchern hören Sie bitte in meinem Interview mit dem Tourismusdirektor.

Zurück im Hotel nimmt sich der gebürtige Salzburger Hoteldirektor Stephan Schöttke viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit mir. Das Gesundheitshotel auf 4-Sterne Niveau sei seit 2005 auch für Privatgäste attraktiv und so dürfe man heute schon 20 Prozent dieser Gäste im Hotel begrüßen. Eine ärztliche Untersuchung ist in allen Packages bereits inkludiert. Den überwiegenden Anteil machen die klassischen Kurgäste aus, denn das Hotel ist Vertragspartner der Österreichischen Sozialversicherungen. Das Hotel blickt schon auf eine lange Tradition zurück, wurde doch der erste Trakt bereits um 1804 erbaut. Da auch Anwendungen am Wochenende angeboten werden, spricht das Gesundheitshotel Badener Hof immer mehr Kurzurlauber an, die in schöner Umgebung etwas erleben und dabei auch etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Das „Jungbrunnen-Paket“ erfreue sich dabei großer Beliebtheit.

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Herr Schöttke lebt seit 1992 in Baden und zeigt sich selbst immer noch begeistert von seiner wunderschönen Wahlheimat. Es sei die Vielfalt, die den Charme der Biedermeier-Stadt ausmache und Langeweile zu einem Fremdwort werden ließe. Sie wird auch Stadt der Kultur, des Spiels, des Weines und des Thermalwassers genannt. Ob in den großzügigen Parkanlagen, in den zahlreichen Kaffeehäusern und Museen, beim Einkauf in der biedermeierlichen Fußgängerzone, ob beim Heurigen, im zweitgrößten Casino Europas, beim Trabrennen, im Operettentheater, in der Sommerarena, im Thermalstrandbad oder in der Radregion Wienerwald – in Baden ist einfach immer etwas los! Durch die hervorragende Verkehrsanbindung erreicht man in einer Stunde mit der Badner Bahn die Endstation an der Wiener Staatsoper, direkt im Herzen Wiens. Und das Auto darf ebenfalls Urlaub machen und kann in Baden stehenbleiben. Kur mit Weltstadtanbindung, wieviele Kurorte können das schon von sich behaupten?

Das milde Klima der Region lädt zu gemütlichen Abenden im Freien ein, die Heurigenkultur wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen sehr geschätzt. Und ich lerne, dass Heurigenbesuche nicht immer mit Alkohol verbunden sein müssen, denn für den Gesundheitsgast sei der alkoholfreie Mostspritzer sehr zu empfehlen. Die Badener Traubenkurwochen werden alljährlich im September zu Beginn der Weinlesezeit veranstaltet, und der Hauptplatz wird zur Genusszone für alle Trauben- und Weinliebhaber. Ein ganz besonderes Highlight, die „Genussmeile in der Thermenregion Wienerwald“, findet ebenfalls an den ersten beiden September-Wochenenden statt. Der 1. Wiener Wasserleitungswanderweg zwischen Mödling und Bad Vöslau verwandelt sich zur „längsten Schank der Welt“. Wandern, Erleben und Genießen steht dabei im Mittelpunkt, wenn mehr als 80 Weinbaubetriebe aus der Thermenregion Wienerwald alles, was aus Weintrauben gemacht werden kann, zur Verkostung anbieten. Der kulinarische Spaziergang führt dabei direkt durch die Weingärten der Region. Ein Fest für alle Sinne!

Das Hotel sei das ganze Jahr sehr gut gebucht, wobei man merke, dass Termine im September und Oktober äußerst beliebt seien. Als Genuss für die Sinne gestaltet sich neben den köstlichen Produkten der Weinlese nämlich auch die verschiedene Verfärbung der Rieden, wie sie nur der Herbst bieten kann.

Der Präventiv-Gesundheitsgast, quasi der gesunde Gast, schätze im Badener Hof, nicht zu Anwendungen gedrängt zu werden, sondern einfach nach Lust und Laune genießen zu können. Der Genuss- und Kulturmensch dürfe zwar gerne auf den Geschmack kommen, etwas für seine Gesundheit zu tun, aber er könne auch gerne nur die Seele baumeln lassen.

Sehr schön finde ich, dass sowohl das Hotel Badener Hof als auch die Römertherme und das Kurzentrum verbunden und somit unter einem Dach vereint sind. Wie sagt man so schön – aller guten Dinge sind drei! Doch diese beiden anderen Bereiche werde ich erst morgen genauer unter die Lupe nehmen, nun wird es Zeit für einen Stadtspaziergang.

Nur wenige Schritte vom Hotel gelange ich schon in den wunderschönen Kurpark, der das ehemalige Kurhaus und heutige Casino umgibt. Historischer Boden, denn hier entspringt die älteste Thermalquelle Badens, die „Römerquelle“. Auf Betreiben Kaiserin Maria Theresias wurde der Kurpark, eine der schönsten historischen Gartenanlagen Österreichs, errichtet. Ich flaniere durch eine traumhafte Vegetation, da aber die Namen von Blumen und Pflanzen nicht gerade zu meinem Spezialgebiet gehören, konzentriere ich mich lieber aufs Schauen und Fotografieren. Das vielbesungene Wegerl ins Helenental nimmt ebenfalls hier seinen Ausgangspunkt, und ich überlege wie lange es wohl her sein mag, dass ich dieses Lied zum letzten Mal gehört habe. Nun peile ich den Badener Hauptplatz an und entdecke eine entzückende Biedermeier-Architektur mit der großen Dreifaltigkeitssäule im Mittelpunkt. Belebte Gässchen in der großen Fußgängerzone mit erstaunlich vielen alteingesessenen Geschäften laden zu einem schönen Einkaufsbummel ein, und das obwohl das größte Einkaufscenter Österreichs, die SCS, gar nicht weit entfernt ist. Ein tolles Beispiel dafür, dass bei wohlüberlegter Stadtführung das leider weit verbreitete Innenstadtsterben nicht sein muss! Um alle Kaffeehäuser oder Lokale testen zu können, müsste ich wohl sehr lange hier bleiben, denn diese sind in eindrucksvoller Zahl vorhanden. Für das berühmte Beethovenhaus und das Stadttheater Baden bleibt mir leider keine Zeit mehr, denn ich eile zurück ins Hotel.

Das Abendessen im Hotelrestaurant genieße ich an einem Platz an der Sonne, besser gesagt an einem Fensterplatz mit schönem Blick auf die Therme. Rotbarschfilet mit Weizen wird serviert, als Dessert Fruchtsalat. Der Badener Hof ist im Besitz der Auszeichnung „‚Grüne Haube“, welche für Naturküche auf höchstem Niveau unter Verwendung von hochwertigen, regionalen und biologischen Lebensmitteln steht. Und auch mit dem österreichischen Gütezeichen für Gesundheitstourismus, „Best Health Austria“, darf man sich seit 2008 schmücken. Das Dessert nicht mal aufgegessen, sprinte ich zurück ins Zimmer um meinen Ausweis, denn um 20 Uhr steht ein weiteres Highlight für mich auf dem Programm, auf das ich mich schon sehr freue. Wieder mal ein Abend im Casino, nicht in irgendeinem Casino, sondern im größten Österreichs und dem zweitgrößten Europas.

Adonis bringt Glück im Casino Baden

Florian Reinstadler, der Guest Relations & Organisations Manager erwartet mich und lässt mich einen Blick in jeden Raum und jeden Saal werfen. Historische Säle, die heute frisch gestrichen um die Wette glänzen, bieten mit Größen von 40 bis 450 m² viel Platz für Events, Kongresse und sogar elegante Hochzeiten in stilvollem Ambiente. Hier ein Luster aus Murano-Glas, der sich über mehrere Stockwerke erstreckt, da ein historisches Deckenrelief – das Casino Baden ist an Glanz schwer zu überbieten. Der gebürtige Innsbrucker, der seit 2013 die Position des Guest Relations & Organisations Managers in Baden bekleidet, gewährt mir in unserem Gespräch viele interessante Einblicke in die Welt des Glücksspiels. 255.000 Gäste pro Jahr dürfe man im Casino Baden begrüßen, davon seien 90 Prozent Inländer und 10 Prozent Touristen. Wiederum 60 Prozent davon besuchten zum ersten Mal ein Casino, was natürlich für jeden ein großes Erlebnis sei. Doch nicht nur zum Glücksspiel komme man ins Casino, mit 60.000 Essen pro Jahr und einem phantastischen Bar-/Lounge-Bereich mit tollem Ausblick sei man das typische Ausgehcasino. Hier könne man einfach einen eleganten Abend verbringen, egal ob man spiele oder nicht. Kürzlich wurden wieder Pokermeisterschaften veranstaltet und an solchen Tagen frequentierten 400 Pokerspieler aus ganz Europa das Haus. Herr Reinstadler bringt mich mit einer durchschnittlichen Auszahlung von € 100.000.- pro Tag beim Automatenspiel allein im Casino Baden auf den Geschmack und nach meinem doch nur kurzen Roulette-Vergnügen in Velden ohne Gewinn beschließe ich, diesmal an einem Automaten mein Glück herauszufordern. Die Auszahlungsquote liege hier bei 94 Prozent, was soviel bedeutet wie, 94 Prozent der Einsätze gingen an die Gäste, nur 6 Prozent blieben dem Casino. Einen Versuch ist das allemal wert!

Also werde ich in die Obhut eines Croupiers übergeben, der mir alles Wissenswerte zum Automatenspiel erklärt. Meiner Intuition solle ich folgen bei der Wahl des Automaten, und ich entscheide mich zwischen einem Automaten mit Tiermotiven, Indianersymbolen und römischen Zeichen für die Römer. Irgendwie misst man selbst plötzlich allem eine Bedeutung bei, und ich rede mir selbst ein, dass mir dieser Automat Glück bringen müsse, weil doch Rom zu meinen absoluten Lieblingsstädten zähle. Mal sehen, es geht los! „Machen Sie Ihr Spiel!“ werde ich aufgefordert und siehe da, gleich in der ersten Runde bringen mir zwei Adonis Glück, und ich gewinne meine ersten Euros. Ganz angetan von meinem glücklichen Händchen spiele ich mich hoch bis zu einem Gewinn von 50 Euro, doch plötzlich beginnen meine beiden Gehirnhälften zu streiten. Die betriebswirtschaftliche mahnt zum Aufhören, denn ihrer Meinung nach dürfe eine Zahl immer nur größer werden – wenn es sich nicht gerade um die Fiebertemperatur handelt – jedoch niemals kleiner. Hingegen die kreative Gehirnhälfte gibt meinem Finger noch ein paar Mal die Anweisung, mit dem Betätigen der Taste die nächste Runde einzuläuten, und meine Credits beginnen wieder zu fallen. Immerhin noch bei einem Gewinn von 20 Euro setzt sich endlich die betriebswirtschaftliche Gehirnhälfte durch und beendet mit „Cash out“. Dank ihrer Vernunft bekomme ich an der Kasse den Geldbetrag ausbezahlt und so werde ich das Casino Baden immer als den Ort in Erinnerung behalten, an dem ich einen Gewinn in Empfang nehmen durfte. Und noch etwas weiß ich: sollte es mich wieder mal in eine Stadt mit Casino verschlagen, werde ich gleich Ausschau nach dem „römischen“ Automaten halten. www.baden.casinos.at

Eintauchen in die Lebenslust der Römertherme

Da, wo schon vor 2.000 Jahren die Römer dem genussvollen Badevergnügen frönten, tauchen wir heute ein in pure Lebenslust. Dies zeigt sich auch daran, dass die Römertherme niemanden aussperrt, denn neben den klassischen Thermengästen vergnügen sich auch viele Familien mit Kindern. Diese seien die Gäste der Zukunft und würden sich immer daran erinnern, in Baden das Schwimmen erlernt zu haben. Man freue sich über ein harmonisches Miteinander, denn die Therme unter dem größten freihängenden Glasdach Europas biete auf rund 3.500 m² vielfältige Angebote für jedermann. So können die Besucher wählen zwischen einem Whirlpool, Sport-, Vital- und Kinderplanschbecken, einem Kleeblatt- und einem Schwefelfreibecken.

Neu sind in der Wasserlandschaft die Workshops für „Meerjungfrauenschwimmen“ bzw. „Mermaiding“, ein mir bis dato noch unbekannter Trendsport, den ich bei einem Pressetermin der „Austrian Mermaids“ in der Römertherme kennenlernen kann. Die Mädchen und jungen Damen (aber natürlich auch Herren) schlüpfen dabei in eine Flosse und erleben das Wasser wie eine echte Meerjungfrau. www.austrian-mermaids.at

Ins Schwitzen kommt man in der großzügigen Saunalandschaft. Wo soll man bloß zuerst rein? In die klassische finnische Sauna, in die Biosauna, in ein Dampfbad, in eine Infrarotkabine oder lieber doch in die Zirben-Außensauna?

1847 als Militärschwimmschule in Betrieb genommen, wurde an diesem Platz im Zentrum Badens im Dezember 1999 die heutige Römertherme eröffnet, die Kur-Tradition und Wellness-Moderne in vollendeter Harmonie verbindet. Ihr Name erinnert daran, dass Baden dank der heilsamen Schwefelthermalquellen und dem angenehmen Schonklima schon seit der Römerzeit ein gern besuchtes Reiseziel ist.

Nacken wieder fit im Badener Kurzentrum

Volkskrankheit Rückenschmerzen! Wer kann nicht ein Lied davon singen? Auch schon in jüngeren Jahren plagt uns immer wieder mal der Rücken oder der Nacken. Zu lange sitzen wir falsch, belasten uns unnötig durch falsche Bewegungsmuster, korrigieren unsere Haltungsfehler nicht, treiben zu unregelmäßig Sport, machen uns zu viel Stress und bei dem einen oder anderen gesellt sich dann auch noch Übergewicht dazu – und schon ist es passiert. Der Rücken schmerzt. Das Badener Kurzentrum mit seinem 2007 eröffneten Wirbelsäulenkompetenzzentrum ist neben der Behandlung rheumatischer Erkrankungen spezialisiert auf die Therapie von Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparates, besonders bei Wirbelsäulenproblemen.

Das DAVID-Wirbelsäulenkonzept kann auch ambulant durchgeführt werden, bedarf aber einer gewissen Regelmäßigkeit und Ausdauer. Die computergestützten Geräte umfassen sowohl Diagnose als auch therapeutische Trainingsmaßnahmen für Rumpf- und Beinmuskulatur. Jedem Patienten wird anhand dieser umfassenden Daten ein individuelles Wirbelsäulenprofil erstellt, welches als Grundlage für das Training dient. Muskuläre Defizite können so ausgeglichen und die Balance des Bewegungsapparates wiederhergestellt werden.

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Der Spineliner, ein elektronisches Analyse- und Therapiegerät, kommt bei Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen, bei Gelenksblockierung, schmerzhaften Sehnen- und Gelenksansätzen sowie bei Muskelverspannungen zum Einsatz. Eingeschränkte Wirbel können exakt lokalisiert und schonend therapiert werden und so zu einer unmittelbaren Schmerzreduktion verhelfen.

Im physikalischen Institut können Schwefelbäder, Schwefelmoorpackungen, Trinkkuren, Heil- und Wassergymnastik, Stromtherapien und Massagen in Anspruch genommen werden.

Vor meiner Abreise treffe ich im Hotel noch Frau Dr. Gabriele Huber-Grünwald, die ärztliche Leiterin des Gesundheits- und Kurhotels Badener Hof und möchte von ihr noch einiges zur Volkskrankheit Rückenschmerzen wissen. Bitte hören Sie ihre Tipps dazu im Interview!

„Ja, liebe Iris, die ersten Anzeichen von Rückenschmerzen sind wohl Rückenschmerzen! 🙂 Was sonst?“ (Auszug aus einem Zwiegespräch mit mir selbst…)

Es heißt wieder Abschied nehmen von Baden, viel zu schnell eilte die Zeit dahin. Am Heimweg würde ich mir gerne noch die Trabrennbahn anschauen, doch der nun einsetzende Regen macht mir leider einen Strich durch die Rechnung. Doch ich komme ganz sicher wieder nach Baden, und dann werde ich mein Glück beim Wetten auf der schönsten Sommerrennbahn Europas versuchen.

Tipps für Freunde des Golfsports

Mit 8 Golfplätzen in der näheren Umgebung der Golf ARENA Baden (darunter der GC Fontana, einer der besten Golfplätze Europas) ein wahres Paradies für Golfer. Die VIP-Card beinhaltet Ermäßigungen auf das Greenfee all dieser Golfclubs. www.golfarena.baden.at

Wer sich hier wohlfühlt

Neben dem klassischen Kurgast der Präventions-Gesundheitsgast, der als Genuss- und Kulturmensch Abwechslung und Vergnügen erleben möchte. Für seine Gesundheit KANN er etwas tun, MUSS aber nicht. Im Gesundheitshotel Badener Hof steht es dem Gast frei, ob er ein umfangreiches erstklassiges Gesundheitsprogramm absolvieren, einfach nur die Seele baumeln lassen oder ob er die Vorzüge der Stadt und Region genießen möchte. Oder von allem etwas!

Mein Fazit

Ein sehr ereignisreicher Aufenthalt in Baden liegt hinter mir, ich habe viel erlebt in kurzer Zeit. Was für mich unbedingt erwähnenswert ist, ist die Freundlichkeit, mit der mir ausnahmslos jeder in Baden begegnet ist. Im Badener Hof fühlte ich mich vom ersten Moment an wohl, denn die Freundlichkeit des Hoteldirektors wirkt offensichtlich ansteckend. War es die PR-Dame, der Kellner, die Rezeptionisitin oder die Praktikantin – mir schlug eine Herzlichkeit entgegen, bei der weder Zwang noch Künstlichkeit zu spüren war. Diese Menschen sind einfach freundlich. Ebenso erlebte ich meine Ansprechpersonen in der Therme und im Casino. So wird – neben all den Vorzügen und Schönheiten der Stadt – ganz sicher die Freundlichkeit in meiner Erinnerung an Baden bleiben.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Badener KurbetriebsgesmbH
Hoteldirektor Stephan Schöttke
Pelzgasse 30, A-2500 Baden
Tel. ++43/(0) 2252-45580
info@badenerhof.at

Gesundheits- und Kurhotel Badener Hof: www.badenerhof.at
Weitere Adressen:
Römertherme: www.roemertherme.at
Badener Kurzentrum: www.badener-kurzentrum.at 
Tourismus Baden: www.tourismus.baden.at

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