REISEBERICHT: FONTE DE`MEDICI, TOSKANA

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Reiseziel für Liebhaber von Kultur, Natur und Kulinarik

Mit der Reisebloggerin unterwegs in der Toskana

 

Getreu meinem Motto „Der schönste Weg zu Dir selbst führt einmal um die Welt“ packen wir mal wieder unsere Koffer und brechen nach Tagen brütender Hitze in Wien in Richtung Süden auf. Vorbei am Wörthersee, an Udine, an Venedig und Bologna verlassen wir kurz nach Florenz – in Bargino – die Autobahn und sind umringt von Weinbergen und südlichem Flair. Schnell das Cabrio-Verdeck öffnen, denn die letzten 10 Kilometer bis zu unserem Ziel in Montefiridolfi durch das idyllische Val di Pesa müssen einfach „open air“ genossen werden. Zypressen, Pinien, Oliven- und Feigenbäume und natürlich die Weinreben des berühmten Chianti so weit das Auge blickt – die Toskana präsentiert sich uns wie ein Gemälde in einer Farbe, grün mit vielen, vielen Schattierungen.

Wir sind hier im Chianti, der schönsten und bedeutendsten Weinregion in Italien. Die Weine, die im Herzen der Toskana zwischen Florenz und Siena produziert werden, genießen Weltruf. Die Weinproduktion selbst geht in dieser Gegend auf die vorrömischen Etrusker zurück, deren Ausgrabungen man auf Schritt und Tritt begegnet.

Fonte de`Medici – das toskanische Dorf

Agriturismo „Fonte deMedici" ist kein typischer Hotelkomplex, viel mehr bezaubert es durch seinen dörflichen Charakter. So sind die Appartements, die Trattoria, die Konferenzräume, der Spa- & Sportbereich und die Kapelle in verschiedenen Häusern untergebracht, die wie ein typisches toskanisches Dorf angelegt sind. Außerdem gibt es hier noch eine Kochschule, einen Tennis- und Fußballplatz und einen herrlichen Außenpool. Die Anfänge von Fonte deMedici reichen zurück bis 1400 als der Ort  als Raststätte für die Pilger auf ihrem Weg von Florenz nach Rom diente. In den angrenzenden Weinbergen der Familie Antinori werden die Weinsorten Tignanello und Solaia angebaut, inmitten der berühmten Chianti Classico-Region. Es ist ein Ort zum Wohlfühlen, so viel sehen wir gleich auf den ersten Blick.

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Wir bewohnen hier nicht bloß ein Zimmer, nein – unser über 70 m2 großes Appartment umfasst neben einem großzügigen Wohnzimmer, Schlafzimmer, Bad, Küche, Vorraum auch noch ein Turmzimmer mit eigenem Bad, das man über eine Wendeltreppe erreicht. Und der Ausblick auf die stilvolle Poollandschaft inmitten der typischen Chianti-Landschaft ist einfach grandios.

Die Luft ist herrlich frisch und eine sanfte Brise sorgt für angenehme Temperaturen. Das ist der richtige Ort zum Relaxen! Nach dem ersten Sprung ins erfrischende Wasser nehmen wir ein köstliches Abendessen auf der hoteleigenen Terrasse ein und können uns gar nicht entscheiden, was denn nun mehr Genuss sei. Die Gaumenfreuden, die wir hier erleben dürfen oder der einzigartige Blick auf die untergehende Sonne hinter den Weinbergen?

Florenz, die Wiege der Renaissance

Nur ein kurzer Katzensprung ist es mit dem Auto durch die Hügeln des Chianti in die Wiege und in das Herz der Renaissance, ins stolze und aristokratische Florenz. Es ist uns bewusst, dass wir uns an einem Tag nur einen Überblick dessen verschaffen können, was diese historische Stadt zu bieten hat. Doch die wichtigsten Orte suchen wir auf und wandeln nicht nur auf den Spuren der Medicis, sondern auch auf den Spuren Da Vincis, Michelangelos und Galileo Galileis.

Unsere Erkundungstour starten wir an der Kirche Santa Maria Novella. Die Ende des 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts erbaute Kirche ist die einzige große Kirche in Florenz, die noch ihre Originalfassade trägt. Bunte Marmormuster, die den romanischen Stil mit der Renaissance verbinden.

Weiter spazieren wir zum berühmten Dom Santa Maria Dei Fiori im Herzen der Stadt. Ursprünglich wurde dieser 1296 von Arnolfo di Cambio entworfen, da die Kathedrale aber erst 1436 geweiht wurde, kann sie als Meisterwerk mehrerer Architekten bezeichnet werden und gilt als das zentrale Werk der Renaissance-Architektur. Die weißen Elemente in der aufwändigen Fassade sind beeindruckend, feinster Marmor aus dem nahegelegenen Carrara wurde hier verarbeitet.

„Caffè? Solo con giotto!“ bekommt hier eine ganz andere Bedeutung als die, die wir aus der Fernsehwerbung kennen. Den Kaffee genießt man am Domplatz in Florenz nicht mit einem Keks, sondern mit Blick auf den berühmten freistehenden Glockenturm des Architekten Giotto.

Ganz in der Nähe des Domplatzes erblicken wir Elektro-Golfcarts, die Stadtrundfahrten anbieten und ergreifen die Chance, ein freies zu ergattern. Zwei Stunden führt uns die Tour durch die bezaubernden Gässchen der Altstadt, über den Arno, vorbei an der ältesten und einzigen nicht zerstörten Brücke Ponte Vecchio, Palazzo Pitti mit seinen bekannten Kunstsammlungen, dem Mercato Nuovo bis zur Piazzale Michelangelo mit seinem berühmten Blick auf Florenz. 1982 wurde die historische Innenstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

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Das Panorama von der Piazzale Michelangelo könnte nicht prächtiger sein. Eine der – laut Forbes Magazine – schönsten Städte der Welt liegt uns zu Füßen, umsäumt von grünen Hügeln. Auf der Piazzale herrscht reges Treiben. Angesichts dieser phantastischen Aussicht verwundert es nicht, dass der Platz Ausflugsziel vieler Touristen, Radfahrer, Spaziergänger und Hochzeitspaare ist. Es ist ein idealer Ort für Fotoshootings. Der kolossale über die Stadt blickende „David“ ist nur eine der beiden Kopien von Michelangelos berühmter Monumentalstatue der Hochrenaissance. Das Original, das zwischen 1501 und 1504 in Florenz entstanden ist, befindet sich in der Galleria dell´Academia und gilt als die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte.

Zurück in der Stadt schlendern wir über die Piazza della Signorina zum Palast des Großherzogs Cosimo de Medici, der einige der großartigsten Meisterwerke der europäischen Kultur beherbergt, die berühmten Uffizien. Zu sehen sind dort unter anderem „Die Geburt der Venus“ von Botticelli und „Die Verkündigung“ von Da Vinci. Nachdem man sich Eintrittskarten für das Musem bereits Wochen vorher besorgen sollte, können wir leider keinen Blick auf eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt werfen, was wir aber mit einem köstlichen Mittagessen und einem Cappuccino auf der Piazza kompensieren. Mein Schrittzähler zeigt mir – bei gefühlten 40 Grad – bereits mehr als 11.000 Schritte an. Aber bei so vielen tollen Eindrücken nimmt man den gewaltigen Fußmarsch gar nicht richtig wahr.

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Schaufensterbummel in Florenz

Wieder zurück aus der „Welthauptstadt der Kunst“, wie Florenz gern genannt wird, lassen wir am Pool noch ein bisschen die Seele baumeln, und mein Blick schweift immer und immer wieder über dieses toskanische „Gemälde“, das sich Natur nennt. Die Hügeln des Chianti zum Greifen nah!

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San Gimignano – das „Manhattan des Mittelalters“

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Copyright: Toskavista

56 Kilometer südwestlich von Florenz liegt San Gimignano, die Stadt der Türme. Schon von weitem erblicken wir die mittelalterliche Skyline, die uns in dieser typischen toskanischen „Bergstadt“ erwartet. Die Italiener nennen sie tatsächlich Bergstadt, was uns Österreichern angesichts der Seehöhe von 324 Metern ein Schmunzeln abringt. Da die Stadt mit den 14 (von ursprünglich 70!) mittelalterlichen so genannten Geschlechtertürmen von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt wurde, ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir betreten das Städtchen mit doch 7.000 Einwohnern durch ein mächtiges Stadtturm und gelangen so ins Zentrum der Altstadt, auf die Piazza della Cisterna. Die Türme, der Steinturm Torre Grossa, der Duomo di San Gimignano und die angrenzenden Häuser gehen auf das 12. und 13. Jahrhundert zurück. Heute ist das bezaubernde Städtchen ein beliebtes Ausflugsziel und eignet sich mit vielen Geschäften, die keinen üblichen Touristenkitsch anbieten, auch wunderbar zum Shoppen.

Nach der kurzen Fahrt von San Gimignano nach Montefiridolfi verweilen wir noch kurz am Pool und genießen ein letztes Dinner samt meinem allabendlichen köstlichen Tiramisu und atemberaubenden Sonnenuntergang auf der romantischen Terrasse der Trattoria Della Fonte.

 

 

Nach einem kurzen Zwischenstopp an der Adria und Mittagessen in Chioggia kehren wir mit vielen bleibenden Eindrücken, schönen Erinnerungen und tollen Einkäufen und Mitbringseln aus San Gimignano wieder nach Hause zurück. 

Fazit:

Ein traumhaftes Urlaubsziel für Liebhaber von Kultur, Natur und Kulinarik, das zugleich stilvolle Ruheoase in herrlicher Umgebung als auch idealer Ausgangspunkt für Sternfahrten mit dem eigenen Auto zu den Top-Ausflugszielen der Toskana ist.

Fonte de`Medici
Via Santa Maria a Macerata, 31
I-50020 Montefiridolfi (FI)
mail@fontedemedici.com
www.fontedemedici.com 

 

 

8 Kommentare

  1. found you on instagram! cannot understand much but your pictures are fantastic! beautiful girl, beautiful landscape! 🙂

  2. Isa-bella, du bist es wirklich! 😁 Habe ganz zufällig deinen tollen Blog entdeckt. Respekt! Schöne Berichte machst du da. Ganz liebe Grüße aus München von Steffen

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