REISE TIPP ITALIEN

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Zwei neue UNESCO-Stätten für Italien

Das UNESCO-Welterbekomitee hat im Rahmen seiner 41. Sitzung in Krakau 21 Stätten in die Liste des Welterbes aufgenommen. Italien kann sich über 2 neue UNESCO-Welterbestätten freuen: Zum einen wurde das Venezianische Verteidigungssystem des 15. bis 17. Jahrhunderts in Italien (sowie Kroatien und Montenegro) ausgezeichnet. Die Stätte umfasst sechs Komponenten eines Verteidigungssystems, das sich über mehr als 1.000 Kilometer zwischen der italienischen Region der Lombardei und der Ostküste der Adria in Kroatien und Montenegro erstreckt. Die Festungsanlagen des Stato da Terra, einer von drei Regionen des früheren venezianischen Herrschaftsgebietes, schützten die Republik Venedig im Nordwesten, während die Befestigungsanlagen des Stato da Mar die Meeresstraßen und die Häfen der Adria in Richtung Levante absicherten. Die Anlagen waren Voraussetzung für den Machterhalt und die Expansion der Serenissima zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert. Die mit der Einführung des Schießpulvers einhergehenden Veränderungen in den militärischen Techniken und Bauweisen spiegeln sich in den Entwürfen dieser modernen Festungsanlagen, die sich in ganz Europa ausbreiten sollten.

Über die Erweiterung der Gebiete alter Buchenwälder und Buchenurwälder in Europa auf Italien (u. a. Länder) freut sich das Belpaese ebenfalls. Die bisherige Stätte „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ mit Teilgebieten in der Ukraine, Slowakei und Deutschland ist nunmehr um 63 Teilgebiete in 10 Ländern erweitert. Zusammen bilden die Teilgebiete ein außergewöhnliches Beispiel für die herausragende Entwicklung eines terrestrischen Ökosystems und der Entwicklung von Lebensgemeinschaften seit der letzten Eiszeit. Die europäische Buche (Fagus sylvatica) ist nur in Europa heimisch und hat für die Funktionstüchtigkeit der europäischen gemäßigten Laubwaldökosystemen eine besondere Bedeutung. Ausgezeichnet wurden die italienischen Buchenwälder, die auf mehr als 2000 Hektar u. a. in den Nationalparks der Abruzzen, im Latium, Molise und Apulien (in Villavallelonga-Valle Cervara, Lecce nei Marsi-Moricento, Pescasseroli-Coppo del Principe und Coppo del Morto, Opi-Val Fondillo); die von Sasso Fratino (Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi), im Foresta Umbra (Parco Nazionale del Gargano), von Cozzo Ferriero (Parco Nazionale del Pollino), von Monte Cimino (Soriano nel Cimino) und von Monte Raschio (Parco Naturale Regionale di Bracciano-Martignano).
Italien liegt mit insgesamt 53 Welterbestätten weltweit auf Platz 1 der Länder mit den meisten Welterbestätten.

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