REISEBERICHT: HOTEL ALBRIS, PONTRESINA

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Reiseziel für Wintersportler

Mit der Reisebloggerin im Hotel Albris

„Allegra“!

„Winterzückerli“ im inspirierenden Engadin:

Auftanken in der persönlichen Atmosphäre des Hotel Albris in Pontresina

Nach meiner Anfahrt über Landeck, Scuol, Zernez und Samedan durch das dreisprachige Engadin liegt das Ziel meiner Reise vor mir. Das malerische Gletscherdorf Pontresina, reizvoll eingebettet zwischen den höchsten Gipfeln der Ostalpen – Piz Bernina, Piz Palü, Roseg und Languard. Das Tal ist zwar nur leicht angezuckert, aber die Gipfel laden zum Wintersport ein. Einzig die Temperatur irritiert mich beim Aussteigen – frühlingshaft, auch hier? Und das ein paar Tage vor Weihnachten? Jedenfalls lässt mich das herrliche Wetter noch in den Genuss eines wunderschönen Sonnenunterganges kommen.

 

Im Hotel Albris wird mir ein freundlicher Empfang bereitet, was mir gleich beim Ankommen Gemütlichkeit in gediegenem Rahmen verspricht. Wie schön, ich freue mich auf meinen Aufenthalt und beginne gleich mit meiner Erkundungstour durchs Haus. Mit 68 Betten hat das Hotel eine sehr überschaubare Größe und begeistert mit persönlicher Atmosphäre.

Die mit viel Holz gefertigten Zimmer setzen auf Nachhaltigkeit, wohlriechendes Bündner Lärchenholz sorgt für ein angenehmes Ambiente und wohlige Wärme. Ein Teller mit selbstgebackenen Keksen versetzt mich in Weihnachtsstimmung, auch wenn es draußen alles andere als stürmt und schneit. Eine nette Geste, die auch noch besonders gut schmeckt.

Die Wellness-Oase, bestehend aus Dampfbad, Sauna, Bio Sauna, Solarium, Fitness- und Ruheraum mit herrlichem Blick auf die Berge, wurde nach den Richtlinien von Feng Shui konzipiert und tut richtig gut nach einem langen Ski- oder Wandertag.

Die „Kochendörfer Engadinertorte“, das Original

Spannend ist die Führung durch die Backstube mit Hotelchef Claudio Kochendörfer, denn nicht nur hier liegt der Duft von frischen Brötchen in der Luft.

Oscar Kochendörfer sen., der Großvater der jetzigen Direktoren Stephanie und Claudio, erfand vor über 80 Jahren die auch heute noch weit über die Grenzen hinaus beliebte Spezialität des Hauses, die Original „Kochendörfer Engadinertorte“. Während des Zweiten Weltkrieges kostete die Torte 4,50 Franken und Kunden mussten Butter-Rationierungsmarken von 150g beilegen.

Die Kochendörfer Bäckerei beliefert sämtliche Hotels der Region mit Brot und ihren köstlichen Backwaren. Und Gäste, die den Genuss der Original Engadinertorte auch zuhause nicht missen möchten, können diese online unter www.engadinertorte.ch bestellen. So verlassen pro Jahr stolze 22.000 Exemplare dieser Spezialität die Konditorei.

Familie wird groß geschrieben im Hotel Albris, so wird der Betrieb nun schon in vierter Generation von der Familie Kochendörfer geleitet. Das Geschwisterpaar Stephanie und Claudio Kochendörfer führt das Erbe seines Urgroßvaters, des Württembergers Fritz Kochendörfer, der 1896 mit seiner Frau Hermine den Grundstein legte, mit spürbarer Leidenschaft für den Hoteliersberuf fort. Um die Zukunft des Familienbetriebs muss man sich keine Sorgen machen, mit 3 – zugegeben noch kleinen – Kindern scheint die fünfte Generation bereits gesichert zu sein.

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Die Hoteldirektion – das Geschwisterpaar Stephanie und Claudio Kochendörfer

Familie Kochendörfer spricht privat Deutsch, mit ihren Mitarbeitern großteils Italienisch, und immer wieder höre und lese ich auch Rätoromanisch. Mit Kenntnissen einer romanischen Sprache und etwas Phantasie ist auch dieses „Licht-getränkte Italienisch“ ungefähr zu entschlüsseln. Dieses bunte Gewirr aus Sprachen ist es, was für mich den Charme der Schweiz ausmacht. Ich bewundere es immer wieder, wie leicht man hier von einer Sprache zur nächsten „switcht“, um dann noch Zwischenrufe in einer ganz anderen Sprache zu beantworten. Es erinnert mich an meine Zeit, als ich während des Studiums ein Marketing-Praktikum in einer Schweizer Firma im Kanton Glarus absolvierte. Italienischsprachige Kollegen, französische und schweizerdeutsche zeigten mir die Vielfalt der Schweiz. Und weil diese Sprachen noch nicht reichten, war der Chef auch noch Norweger. Wäre ich in der Lage Portugiesisch zu sprechen, könnte ich auch das hier im Haus noch anwenden, denn wie in St. Moritz ebenfalls stammen die meisten Mitarbeiter im Service und in der Küche aus Italien und Portugal.

Pontresina, das Gletscherdorf

Nur 6 Kilometer von St. Moritz entfernt, liegt das Gletscherdorf malerisch am Fuße der beeindruckenden Viertausender. Pontresina ist nicht nur im Winter eine Reise wert, wenn es „normalerweise“ mit meterhohem Pulverschnee aufwartet und zum Eldorado für Skifahrer, Langläufer, Schneeschuh- und Winterwanderer wird. Europaweit ist diese Region eine der besten zum Wandern und Bergsteigen. Dass auch das Dorf selbst viel zu bieten hat, zeigt mir mein Spaziergang durch das sonnige Pontresina.

 

„Kunstwege“ – Internationaler Wettbewerb für SchneeKUNST

Bereits seit 2005 organisiert Pontresina eine aussergewöhnliche Plattform für bildende Kunst. Derzeit findet die Ausstellung im Winter, der internationale Wettbewerb für SchneeKUNST, zum vierten Mal statt. Das Material Schnee erlaubt es qualitativ hochstehende, zeitgenössische Kunst entstehen zu lassen. Zwar vergänglich, dafür aber geprägt von unvergleichlicher Ausdruckskraft, Tiefgründigkeit und Schönheit. Dieser künstlerische Anspruch ist eine Besonderheit des Bewerbs in Pontresina und kehrt sich bewusst von rein dekorativen Schneeskulpturwettbewerben ab, wie sie weltweit inszeniert werden.

 

„Freue dich, s´Christkind kommt bald“ – es weihnachtet im Hotel Albris

Dass die Ehefrau des Hotelchefs gelernte Floristin ist, merke ich überall im Haus. Die liebevollen Dekorationen, ganz besonders nun zur Weihnachtszeit, stechen mir ins Auge. Überhaupt verströmt das Hotel eine sehr heimelige Atmosphäre zum Wohlfühlen, irgendein Familienmitglied ist immer für die Gäste da. Das ist das Schöne an einem von einer Familie geführten Betrieb, aber auch die 55 Mitarbeiter bemühen sich in vorkommender Weise um die Anliegen und Wünsche der Gäste. Küchenchef Nicola Gianera sorgt nicht nur mit seinen hervorragenden Fischkreationen für Gaumenfreuden, die durch den umsichtigen Service von Restaurantleiter Umberto Sannino und seinem Team gleich noch besser munden.

 

Skivergnügen in der größten Wintersportregion der Schweiz

Der Berg ruft! Genau genommen ist es die Corviglia, die mich ruft. Zum Hausberg und Klassiker von St. Moritz ist es von Pontresina nicht weit, und so setze ich meine Schwünge in den in der Sonne glitzernden Schnee. Zugegeben, nicht alles ist Natur, aber durch die tiefen Temperaturen der letzten Zeit und vor allem nachts konnten die Pisten gut beschneit werden. Einzig der Blick ins „Tal“, das ja immerhin auch noch auf einer Seehöhe von 1.800 Metern liegt, mutet etwas frühlingshaft an, aber egal. Die Pisten sind gut befahrbar, die Sonne verwöhnt mit wärmenden Sonnenstrahlen – Herz, was willst du mehr? Breite, schöne Hänge, aber auch steile Strecken für Könner machen den Reiz der Corviglia aus. Hier muss ich mich anstrengen, um mithalten zu können, aber da ich eine Genussfahrerin bin, verzichte ich auf die Geschwindigkeit der Einheimischen und gebe mich geschlagen. 100 Weltcup-Punkte für die Schweiz, womit die Ordnung wieder hergestellt wäre.

Der „freie Fall“ – das Markenzeichen der Pista Corviglia

1934, 1948, 1974, 2003 und das nächste Mal 2017 wird die Ferienregion Engadin St. Moritz wieder Gastgeber der FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften sein. Der „freie Fall“, das Markenzeichen der Pista Corviglia, wird auch dann wieder einigen der weltbesten Skiläufer gehörige Angst einjagen. Und deshalb bin ich gut beraten,diese berühmt-berüchtigte Stelle im Skigebiet zu meiden. 45 Grad Neigung, der Start der Ski-Abfahrt in St. Moritz ist der steilste der Welt. Nirgendwo sonst stürzen sich die Abfahrer über eine steilere Piste, innerhalb von nur 6 Sekunden sind sie von Tempo 0 auf Tempo 140 km/h, schneller als mancher Rennwagen. Und wie sehen sie das, die harten Männer des Skisports? Sogar Weltmeister Didier Cuche muss zugeben, sich beim ersten Mal mit einem mulmigen Gefühl aus dem Starthaus katapultiert zu haben. „Die ersten 20 bis 30 Meter fühlen sich hier tatsächlich an wie ein freier Fall“, so die Schweizer Skilegende.

Leistbares Skifahren im „Top of the World“-Skigebiet Engadin-St. Moritz

Ein „Winterzückerli“ der besonderen Art bietet das Hotel Albris während der gesamten Wintersaison 2015/16. Gäste, die länger als eine Nacht buchen, erhalten den Skipass für dieses Top-Skigebiet um nur CHF 35.- (ca. € 32.-) pro Person und Tag während der gesamten Aufenthaltsdauer. Ein Angebot, das nicht nur mich hellauf begeistert!

Hervorragende Pistenverhältnisse im Dezember 2015!  —> zum Videoclip

 

Mein Ausflugstipp: Von Gletschern zu Palmen mit dem Bernina Express

Wenn die Zeit reicht, empfehle ich einen Ausflug von den Gletschern zu Palmen, mit dem UNESCO Welterbe Rhätische Bahn, besser bekannt als „Bernina Express“. Auf 122 Kilometern geht es durch 55 Tunnels und über 196 Brücken von Chur ins italienische Tirano. Die Berninalinie ist ein wahres Meisterwerk der Ingenieurskunst, und der Gast kommt angesichts der vorüberziehenden atemberaubenden Landschaften aus dem Staunen nicht heraus. Im Bahnhof Pontresina kann in die Rhätische Bahn zugestiegen werden, die Fahrt nach Tirano dauert knappe zweieinhalb Stunden. Von Tirano aus ist eine Weiterfahrt mit dem Bus nach Lugano möglich. Hier eine Übernachtung zu planen und am nächsten Tag wieder zurück nach Pontresina ist sicher ein Ausflug, an den Sie lange zurückdenken. 

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Mich führt meine Reise nun weiter ins nahe gelegene St. Moritz, doch das ist eine andere Geschichte.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Hotel Albris
Stephanie und Claudio Kochendörfer
Via Maistra 228
CH-7504 Pontresina
Tel.: ++41 81 838 80 40
www.albris.ch 

 

 

 

 

 

6 Kommentare

  1. hallo frau haiderer! was für eine schöne reise sie da wieder gemacht haben. freue mich immer ihre berichte zu lesen. frohe weihnachten wünsche ich ihnen! lieben gruss, nathalie baumann

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