REISEBERICHT: GESUNDHEITS- & KURHOTEL BADENER HOF, BADEN BEI WIEN

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Reiseziel für Gesundheitsbewusste

Mit der Reisebloggerin im Kurhotel Badener Hof

Gesundheit, Genuss und Kultur in der kaiserlichen Kurstadt vor den Toren Wiens

Glücklicherweise muss die 35+-Generation im allgemeinen noch über keine nennenswerten gesundheitlichen Probleme klagen, hie und da zwickt und zwackt es im Rücken oder Nacken, aber im großen und ganzen dürfen wir uns noch als recht fit bezeichnen. Medienberichte über die ebenfalls in die Jahre kommenden Topmodels mit Headlines wie „40 ist das neue 30“ saugen wir gierig auf und freuen uns über unsere (noch) jugendliche Frische. Der ideale Zeitpunkt also, um sich in aller Ruhe mit dem Thema Gesundheitsprävention auseinanderzusetzen. In diesem Alter und unter derlei Voraussetzungen soll Gesundheit Spaß machen und sich abwechslungsreich gestalten. Genuss, Kultur, Vergnügen und nebenbei etwas fürs Wohlbefinden zu tun, so stellen wir uns den perfekten Gesundheitsurlaub vor. Da ich dafür das ideale Ziel gefunden habe, setze ich mich mal wieder ins Auto und mache mich auf den Weg in die zauberhafte Kurstadt Baden vor den Toren Wiens.

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„Kurstadt“ auch für junge Leute…

Mein Weg führt mich durch das romantische Helenental, vorbei am geschichtsträchtigen habsburgischem Jagdschloss Mayerling und den singenden Mönchen des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz. Kurz klopfen ein paar Regentropfen an meine Windschutzscheibe, was ich nach der endlosen Hitzewelle als sehr angenehm empfinde. Doch am Reiseziel Baden erwartet mich schon wieder schönster Sonnenschein.

Ein sehr herzlicher Empfang wird mir bereitet durch Hoteldirektor Stephan Schöttke und seine freundlichen Rezeptionistinnen, später gesellt sich auch die PR-Dame des Hauses, Frau Gudrun Wittmann, dazu und führt mich durchs Haus und das Kurzentrum. Doch zuerst werfe ich gleich wieder einen Blick in mein Zimmer, das sich heute sogar als Suite mit Dachterrasse herausstellt. Der Blick ist grandios direkt auf die Römertherme, wobei mir gleich das Kleeblatt-Becken ins Auge sticht. Über und über mit Massagedüsen ausgestattet und dank feiner Temperaturen von 36 Grad versammeln sich hier die Badegäste und verweilen. Ihre Entspannung kann ich förmlich bis hinauf in den 4. Stock spüren. Im Hintergrund sehe ich noch das berühmte Casino, das sich am Ort der früheren Schwefelwasser-Trinkquelle befindet, und den Wienerwald. Die Ursprungsquelle, die Römerquelle, direkt unter dem Casino mag vielleicht Glück bringen? Ein Casinobesuch steht auf jeden Fall auf meinem Programm, und dann werde ich den magischen Ort testen. Der Badener Hof besteht aus dem Gesundheitshotel, dem Trakt, in dem ich untergebracht bin, und dem Kurhotel. Insgesamt verfügt es über 127 Zimmer im Kurhotel, 72 Zimmer im Gesundheitshotel, davon sind 10 Suiten, 25 Einzelzimmer und 37 Doppelzimmer. Die Farben und Materialien im Zimmer wirken beruhigend, ich komme an und fühle mich wohl. Wenn ich mich auch noch gar nicht von der schönen Aussicht losreißen und gerne einen Moment auf der herrlichen Terrasse relaxen möchte, überwiegt meine Neugier, und ich begebe mich mit Frau Wittmann auf meine Orientierungsrunde.

Das Gesundheitshotel behandelt vorwiegend Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates und rheumatische Erkrankungen, jedoch setzt es auch einen Schwerpunkt auf die Wiederherstellung der Funktionalität nach Operationen und Sportverletzungen. Stolz zeigt sie mir das breite hoteleigene Angebot mit den Abteilungen für Massagen mit der Liege für die Unterwasserdruckstrahlmassage Hydrojet, Heilpackungen und Heilbäder wie Schwefelschlammpackungen oder Kohlensäurebad, Elektrotherapie, Gymnastik- und Fitnessräume, Hallenbad für Wassergymnastik, Trink- und Inhalationskur und für eine Reihe von ayurvedischen Anwendungen, bevor wir ins Badener Kurzentrum wechseln, das praktischerweise mit dem Hotel verbunden ist. Dort gilt mein Interesse der Schwefelwasser-Trinkquelle, denn wie ich höre, wird der Begriff „Anti Aging“ mit dem „Gelben Gold“ – dem Badener Schwefelheilwasser – in Verbindung gebracht und so muss ich gleich einen Schluck testen. Hauptsächlich finde das Wasser Anwendung als Trink- und Inhalationskur bei Erkrankungen der Atemwege und der Verdauungsorgane, erfahre ich. Und es verfüge auch über eine ausgezeichnete antioxidative Wirkung und könne somit einen wertvollen Beitrag in der Prävention chronischer Zivilisationskrankheiten leisten.Schwefel tritt mit einer natürlichen Temperatur von 32 bis 36 Grad an die Oberfläche und wird bereits seit der Antike in Form von Schlamm-, Bäder- und Trinkkuren verwendet. Unvorstellbar ist für mich, dass mehr als 4 Millionen Liter naturbelassenes Schwefelthermalwasser täglich aus den 14 natürlichen Schwefelthermalquellen sprudeln. Ein ungeheures Wasserreservoir muss das wohl sein!

Derart gestärkt statten wir dem Tourismusdirektor der Stadt Baden, Herrn Klaus Lorenz, einen Besuch ab. Ich muss zugeben, sein Kaffee schmeckt dann doch um eine Spur besser als das Schwefelwasser. Herr Lorenz zeigt mir seinen Lieblingsplatz im sogenannten Rosarium, dem größten Rosengarten Österreichs, in dem auf über 75.000 m² mehr als 25.000 Rosenstöcke in 900 verschiedenen Sorten blühen. Ein zauberhafter Anblick und man kann sich vorstellen, dass dieser Ort so manchen Kurschatten zu romantischen Stunden einlädt. Ja, der Kurschatten ist wahrhaft keine Erfindung der Neuzeit. Auch Constanze Mozart, die gerne in Baden zur Kur weilte, lachte sich schon einen an, und so kam es, dass Wolfgang Amadeus Mozart, getrieben von Eifersucht, ebenfalls die Stadt aufsuchte und dort ein grandioses Meisterwerk, das „Ave verum corpus“, komponierte. Überhaupt schien Baden ein inspirierender Ort für große Meister zu sein, auch Beethoven komponierte seine neunte Symphonie in der Kurstadt, und hier wurde sie auch uraufgeführt. Schani Strauß verdiente gutes Geld als Kurmusiker, weilten doch viele Adelige und Wohlhabende zur Sommerfrische in Baden und zogen die Künstler magnetisch an. Kunstgenuss wird auch heute noch groß geschrieben, und so bietet ein reichhaltiges Kulturprogramm den Gästen viel Abwechslung. Besonders romantisch ist die Stimmung bei den Mondscheinkonzerten im Kurpark beim Beethoventempel. Jeden Samstag im Juli und August begeistert ein traumhafter Ausblick über das nächtlich beleuchtete Baden, untermalt mit herrlichen Klaviermelodien unter freiem Himmel die Gäste. Klavierklänge von klassisch bis modern laden bei freiem Eintritt zum Träumen ein. Ganz nett finde ich auch die geführten Weingartenwanderungen unter dem Motto „Auf den Spuren der Reblaus“, die ebenfalls vom Tourismusverband veranstaltet werden. Köstliche Anekdoten zu berühmten Baden-Besuchern hören Sie bitte in meinem Interview mit dem Tourismusdirektor.

Zurück im Hotel nimmt sich der gebürtige Salzburger Hoteldirektor Stephan Schöttke viel Zeit für ein ausführliches Gespräch mit mir. Das Gesundheitshotel auf 4-Sterne Niveau sei seit 2005 auch für Privatgäste attraktiv und so dürfe man heute schon 20 Prozent dieser Gäste im Hotel begrüßen. Eine ärztliche Untersuchung ist in allen Packages bereits inkludiert. Den überwiegenden Anteil machen die klassischen Kurgäste aus, denn das Hotel ist Vertragspartner der Österreichischen Sozialversicherungen. Das Hotel blickt schon auf eine lange Tradition zurück, wurde doch der erste Trakt bereits um 1804 erbaut. Da auch Anwendungen am Wochenende angeboten werden, spricht das Gesundheitshotel Badener Hof immer mehr Kurzurlauber an, die in schöner Umgebung etwas erleben und dabei auch etwas für ihre Gesundheit tun möchten. Das „Jungbrunnen-Paket“ erfreue sich dabei großer Beliebtheit.

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Herr Schöttke lebt seit 1992 in Baden und zeigt sich selbst immer noch begeistert von seiner wunderschönen Wahlheimat. Es sei die Vielfalt, die den Charme der Biedermeier-Stadt ausmache und Langeweile zu einem Fremdwort werden ließe. Sie wird auch Stadt der Kultur, des Spiels, des Weines und des Thermalwassers genannt. Ob in den großzügigen Parkanlagen, in den zahlreichen Kaffeehäusern und Museen, beim Einkauf in der biedermeierlichen Fußgängerzone, ob beim Heurigen, im zweitgrößten Casino Europas, beim Trabrennen, im Operettentheater, in der Sommerarena, im Thermalstrandbad oder in der Radregion Wienerwald – in Baden ist einfach immer etwas los! Durch die hervorragende Verkehrsanbindung erreicht man in einer Stunde mit der Badner Bahn die Endstation an der Wiener Staatsoper, direkt im Herzen Wiens. Und das Auto darf ebenfalls Urlaub machen und kann in Baden stehenbleiben. Kur mit Weltstadtanbindung, wieviele Kurorte können das schon von sich behaupten?

Das milde Klima der Region lädt zu gemütlichen Abenden im Freien ein, die Heurigenkultur wird sowohl von Einheimischen als auch von Gästen sehr geschätzt. Und ich lerne, dass Heurigenbesuche nicht immer mit Alkohol verbunden sein müssen, denn für den Gesundheitsgast sei der alkoholfreie Mostspritzer sehr zu empfehlen. Die Badener Traubenkurwochen werden alljährlich im September zu Beginn der Weinlesezeit veranstaltet, und der Hauptplatz wird zur Genusszone für alle Trauben- und Weinliebhaber. Ein ganz besonderes Highlight, die „Genussmeile in der Thermenregion Wienerwald“, findet ebenfalls an den ersten beiden September-Wochenenden statt. Der 1. Wiener Wasserleitungswanderweg zwischen Mödling und Bad Vöslau verwandelt sich zur „längsten Schank der Welt“. Wandern, Erleben und Genießen steht dabei im Mittelpunkt, wenn mehr als 80 Weinbaubetriebe aus der Thermenregion Wienerwald alles, was aus Weintrauben gemacht werden kann, zur Verkostung anbieten. Der kulinarische Spaziergang führt dabei direkt durch die Weingärten der Region. Ein Fest für alle Sinne!

Das Hotel sei das ganze Jahr sehr gut gebucht, wobei man merke, dass Termine im September und Oktober äußerst beliebt seien. Als Genuss für die Sinne gestaltet sich neben den köstlichen Produkten der Weinlese nämlich auch die verschiedene Verfärbung der Rieden, wie sie nur der Herbst bieten kann.

Der Präventiv-Gesundheitsgast, quasi der gesunde Gast, schätze im Badener Hof, nicht zu Anwendungen gedrängt zu werden, sondern einfach nach Lust und Laune genießen zu können. Der Genuss- und Kulturmensch dürfe zwar gerne auf den Geschmack kommen, etwas für seine Gesundheit zu tun, aber er könne auch gerne nur die Seele baumeln lassen.

Sehr schön finde ich, dass sowohl das Hotel Badener Hof als auch die Römertherme und das Kurzentrum verbunden und somit unter einem Dach vereint sind. Wie sagt man so schön – aller guten Dinge sind drei! Doch diese beiden anderen Bereiche werde ich erst morgen genauer unter die Lupe nehmen, nun wird es Zeit für einen Stadtspaziergang.

Nur wenige Schritte vom Hotel gelange ich schon in den wunderschönen Kurpark, der das ehemalige Kurhaus und heutige Casino umgibt. Historischer Boden, denn hier entspringt die älteste Thermalquelle Badens, die „Römerquelle“. Auf Betreiben Kaiserin Maria Theresias wurde der Kurpark, eine der schönsten historischen Gartenanlagen Österreichs, errichtet. Ich flaniere durch eine traumhafte Vegetation, da aber die Namen von Blumen und Pflanzen nicht gerade zu meinem Spezialgebiet gehören, konzentriere ich mich lieber aufs Schauen und Fotografieren. Das vielbesungene Wegerl ins Helenental nimmt ebenfalls hier seinen Ausgangspunkt, und ich überlege wie lange es wohl her sein mag, dass ich dieses Lied zum letzten Mal gehört habe. Nun peile ich den Badener Hauptplatz an und entdecke eine entzückende Biedermeier-Architektur mit der großen Dreifaltigkeitssäule im Mittelpunkt. Belebte Gässchen in der großen Fußgängerzone mit erstaunlich vielen alteingesessenen Geschäften laden zu einem schönen Einkaufsbummel ein, und das obwohl das größte Einkaufscenter Österreichs, die SCS, gar nicht weit entfernt ist. Ein tolles Beispiel dafür, dass bei wohlüberlegter Stadtführung das leider weit verbreitete Innenstadtsterben nicht sein muss! Um alle Kaffeehäuser oder Lokale testen zu können, müsste ich wohl sehr lange hier bleiben, denn diese sind in eindrucksvoller Zahl vorhanden. Für das berühmte Beethovenhaus und das Stadttheater Baden bleibt mir leider keine Zeit mehr, denn ich eile zurück ins Hotel.

Das Abendessen im Hotelrestaurant genieße ich an einem Platz an der Sonne, besser gesagt an einem Fensterplatz mit schönem Blick auf die Therme. Rotbarschfilet mit Weizen wird serviert, als Dessert Fruchtsalat. Der Badener Hof ist im Besitz der Auszeichnung „‚Grüne Haube“, welche für Naturküche auf höchstem Niveau unter Verwendung von hochwertigen, regionalen und biologischen Lebensmitteln steht. Und auch mit dem österreichischen Gütezeichen für Gesundheitstourismus, „Best Health Austria“, darf man sich seit 2008 schmücken. Das Dessert nicht mal aufgegessen, sprinte ich zurück ins Zimmer um meinen Ausweis, denn um 20 Uhr steht ein weiteres Highlight für mich auf dem Programm, auf das ich mich schon sehr freue. Wieder mal ein Abend im Casino, nicht in irgendeinem Casino, sondern im größten Österreichs und dem zweitgrößten Europas.

Adonis bringt Glück im Casino Baden

Florian Reinstadler, der Guest Relations & Organisations Manager erwartet mich und lässt mich einen Blick in jeden Raum und jeden Saal werfen. Historische Säle, die heute frisch gestrichen um die Wette glänzen, bieten mit Größen von 40 bis 450 m² viel Platz für Events, Kongresse und sogar elegante Hochzeiten in stilvollem Ambiente. Hier ein Luster aus Murano-Glas, der sich über mehrere Stockwerke erstreckt, da ein historisches Deckenrelief – das Casino Baden ist an Glanz schwer zu überbieten. Der gebürtige Innsbrucker, der seit 2013 die Position des Guest Relations & Organisations Managers in Baden bekleidet, gewährt mir in unserem Gespräch viele interessante Einblicke in die Welt des Glücksspiels. 255.000 Gäste pro Jahr dürfe man im Casino Baden begrüßen, davon seien 90 Prozent Inländer und 10 Prozent Touristen. Wiederum 60 Prozent davon besuchten zum ersten Mal ein Casino, was natürlich für jeden ein großes Erlebnis sei. Doch nicht nur zum Glücksspiel komme man ins Casino, mit 60.000 Essen pro Jahr und einem phantastischen Bar-/Lounge-Bereich mit tollem Ausblick sei man das typische Ausgehcasino. Hier könne man einfach einen eleganten Abend verbringen, egal ob man spiele oder nicht. Kürzlich wurden wieder Pokermeisterschaften veranstaltet und an solchen Tagen frequentierten 400 Pokerspieler aus ganz Europa das Haus. Herr Reinstadler bringt mich mit einer durchschnittlichen Auszahlung von € 100.000.- pro Tag beim Automatenspiel allein im Casino Baden auf den Geschmack und nach meinem doch nur kurzen Roulette-Vergnügen in Velden ohne Gewinn beschließe ich, diesmal an einem Automaten mein Glück herauszufordern. Die Auszahlungsquote liege hier bei 94 Prozent, was soviel bedeutet wie, 94 Prozent der Einsätze gingen an die Gäste, nur 6 Prozent blieben dem Casino. Einen Versuch ist das allemal wert!

Also werde ich in die Obhut eines Croupiers übergeben, der mir alles Wissenswerte zum Automatenspiel erklärt. Meiner Intuition solle ich folgen bei der Wahl des Automaten, und ich entscheide mich zwischen einem Automaten mit Tiermotiven, Indianersymbolen und römischen Zeichen für die Römer. Irgendwie misst man selbst plötzlich allem eine Bedeutung bei, und ich rede mir selbst ein, dass mir dieser Automat Glück bringen müsse, weil doch Rom zu meinen absoluten Lieblingsstädten zähle. Mal sehen, es geht los! „Machen Sie Ihr Spiel!“ werde ich aufgefordert und siehe da, gleich in der ersten Runde bringen mir zwei Adonis Glück, und ich gewinne meine ersten Euros. Ganz angetan von meinem glücklichen Händchen spiele ich mich hoch bis zu einem Gewinn von 50 Euro, doch plötzlich beginnen meine beiden Gehirnhälften zu streiten. Die betriebswirtschaftliche mahnt zum Aufhören, denn ihrer Meinung nach dürfe eine Zahl immer nur größer werden – wenn es sich nicht gerade um die Fiebertemperatur handelt – jedoch niemals kleiner. Hingegen die kreative Gehirnhälfte gibt meinem Finger noch ein paar Mal die Anweisung, mit dem Betätigen der Taste die nächste Runde einzuläuten, und meine Credits beginnen wieder zu fallen. Immerhin noch bei einem Gewinn von 20 Euro setzt sich endlich die betriebswirtschaftliche Gehirnhälfte durch und beendet mit „Cash out“. Dank ihrer Vernunft bekomme ich an der Kasse den Geldbetrag ausbezahlt und so werde ich das Casino Baden immer als den Ort in Erinnerung behalten, an dem ich einen Gewinn in Empfang nehmen durfte. Und noch etwas weiß ich: sollte es mich wieder mal in eine Stadt mit Casino verschlagen, werde ich gleich Ausschau nach dem „römischen“ Automaten halten. www.baden.casinos.at

Eintauchen in die Lebenslust der Römertherme

Da, wo schon vor 2.000 Jahren die Römer dem genussvollen Badevergnügen frönten, tauchen wir heute ein in pure Lebenslust. Dies zeigt sich auch daran, dass die Römertherme niemanden aussperrt, denn neben den klassischen Thermengästen vergnügen sich auch viele Familien mit Kindern. Diese seien die Gäste der Zukunft und würden sich immer daran erinnern, in Baden das Schwimmen erlernt zu haben. Man freue sich über ein harmonisches Miteinander, denn die Therme unter dem größten freihängenden Glasdach Europas biete auf rund 3.500 m² vielfältige Angebote für jedermann. So können die Besucher wählen zwischen einem Whirlpool, Sport-, Vital- und Kinderplanschbecken, einem Kleeblatt- und einem Schwefelfreibecken.

Neu sind in der Wasserlandschaft die Workshops für „Meerjungfrauenschwimmen“ bzw. „Mermaiding“, ein mir bis dato noch unbekannter Trendsport, den ich bei einem Pressetermin der „Austrian Mermaids“ in der Römertherme kennenlernen kann. Die Mädchen und jungen Damen (aber natürlich auch Herren) schlüpfen dabei in eine Flosse und erleben das Wasser wie eine echte Meerjungfrau. www.austrian-mermaids.at

Ins Schwitzen kommt man in der großzügigen Saunalandschaft. Wo soll man bloß zuerst rein? In die klassische finnische Sauna, in die Biosauna, in ein Dampfbad, in eine Infrarotkabine oder lieber doch in die Zirben-Außensauna?

1847 als Militärschwimmschule in Betrieb genommen, wurde an diesem Platz im Zentrum Badens im Dezember 1999 die heutige Römertherme eröffnet, die Kur-Tradition und Wellness-Moderne in vollendeter Harmonie verbindet. Ihr Name erinnert daran, dass Baden dank der heilsamen Schwefelthermalquellen und dem angenehmen Schonklima schon seit der Römerzeit ein gern besuchtes Reiseziel ist.

Nacken wieder fit im Badener Kurzentrum

Volkskrankheit Rückenschmerzen! Wer kann nicht ein Lied davon singen? Auch schon in jüngeren Jahren plagt uns immer wieder mal der Rücken oder der Nacken. Zu lange sitzen wir falsch, belasten uns unnötig durch falsche Bewegungsmuster, korrigieren unsere Haltungsfehler nicht, treiben zu unregelmäßig Sport, machen uns zu viel Stress und bei dem einen oder anderen gesellt sich dann auch noch Übergewicht dazu – und schon ist es passiert. Der Rücken schmerzt. Das Badener Kurzentrum mit seinem 2007 eröffneten Wirbelsäulenkompetenzzentrum ist neben der Behandlung rheumatischer Erkrankungen spezialisiert auf die Therapie von Beschwerden des Bewegungs- und Stützapparates, besonders bei Wirbelsäulenproblemen.

Das DAVID-Wirbelsäulenkonzept kann auch ambulant durchgeführt werden, bedarf aber einer gewissen Regelmäßigkeit und Ausdauer. Die computergestützten Geräte umfassen sowohl Diagnose als auch therapeutische Trainingsmaßnahmen für Rumpf- und Beinmuskulatur. Jedem Patienten wird anhand dieser umfassenden Daten ein individuelles Wirbelsäulenprofil erstellt, welches als Grundlage für das Training dient. Muskuläre Defizite können so ausgeglichen und die Balance des Bewegungsapparates wiederhergestellt werden.

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Der Spineliner, ein elektronisches Analyse- und Therapiegerät, kommt bei Nacken-, Rücken- und Kreuzschmerzen, bei Gelenksblockierung, schmerzhaften Sehnen- und Gelenksansätzen sowie bei Muskelverspannungen zum Einsatz. Eingeschränkte Wirbel können exakt lokalisiert und schonend therapiert werden und so zu einer unmittelbaren Schmerzreduktion verhelfen.

Im physikalischen Institut können Schwefelbäder, Schwefelmoorpackungen, Trinkkuren, Heil- und Wassergymnastik, Stromtherapien und Massagen in Anspruch genommen werden.

Vor meiner Abreise treffe ich im Hotel noch Frau Dr. Gabriele Huber-Grünwald, die ärztliche Leiterin des Gesundheits- und Kurhotels Badener Hof und möchte von ihr noch einiges zur Volkskrankheit Rückenschmerzen wissen. Bitte hören Sie ihre Tipps dazu im Interview!

„Ja, liebe Iris, die ersten Anzeichen von Rückenschmerzen sind wohl Rückenschmerzen! 🙂 Was sonst?“ (Auszug aus einem Zwiegespräch mit mir selbst…)

Es heißt wieder Abschied nehmen von Baden, viel zu schnell eilte die Zeit dahin. Am Heimweg würde ich mir gerne noch die Trabrennbahn anschauen, doch der nun einsetzende Regen macht mir leider einen Strich durch die Rechnung. Doch ich komme ganz sicher wieder nach Baden, und dann werde ich mein Glück beim Wetten auf der schönsten Sommerrennbahn Europas versuchen.

Tipps für Freunde des Golfsports

Mit 8 Golfplätzen in der näheren Umgebung der Golf ARENA Baden (darunter der GC Fontana, einer der besten Golfplätze Europas) ein wahres Paradies für Golfer. Die VIP-Card beinhaltet Ermäßigungen auf das Greenfee all dieser Golfclubs. www.golfarena.baden.at

Wer sich hier wohlfühlt

Neben dem klassischen Kurgast der Präventions-Gesundheitsgast, der als Genuss- und Kulturmensch Abwechslung und Vergnügen erleben möchte. Für seine Gesundheit KANN er etwas tun, MUSS aber nicht. Im Gesundheitshotel Badener Hof steht es dem Gast frei, ob er ein umfangreiches erstklassiges Gesundheitsprogramm absolvieren, einfach nur die Seele baumeln lassen oder ob er die Vorzüge der Stadt und Region genießen möchte. Oder von allem etwas!

Mein Fazit

Ein sehr ereignisreicher Aufenthalt in Baden liegt hinter mir, ich habe viel erlebt in kurzer Zeit. Was für mich unbedingt erwähnenswert ist, ist die Freundlichkeit, mit der mir ausnahmslos jeder in Baden begegnet ist. Im Badener Hof fühlte ich mich vom ersten Moment an wohl, denn die Freundlichkeit des Hoteldirektors wirkt offensichtlich ansteckend. War es die PR-Dame, der Kellner, die Rezeptionisitin oder die Praktikantin – mir schlug eine Herzlichkeit entgegen, bei der weder Zwang noch Künstlichkeit zu spüren war. Diese Menschen sind einfach freundlich. Ebenso erlebte ich meine Ansprechpersonen in der Therme und im Casino. So wird – neben all den Vorzügen und Schönheiten der Stadt – ganz sicher die Freundlichkeit in meiner Erinnerung an Baden bleiben.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Badener KurbetriebsgesmbH
Hoteldirektor Stephan Schöttke
Pelzgasse 30, A-2500 Baden
Tel. ++43/(0) 2252-45580
info@badenerhof.at

Gesundheits- und Kurhotel Badener Hof: www.badenerhof.at
Weitere Adressen:
Römertherme: www.roemertherme.at
Badener Kurzentrum: www.badener-kurzentrum.at 
Tourismus Baden: www.tourismus.baden.at

Lesen Sie auch meinen Beitrag über Bad Birnbach!

4 Kommentare

  1. Isabella, ich bin heute durch zufall auf deine seite gekommen und bin begeistert über deinen tollen reiseblog! mach bitte weiter so! und was du in deinem aktuellen beitrag über baden erwähnst, ist schon richtig. man sollte tatsächlich mit der gesundheitsvorsorge anfangen, solange man noch fit ist! viele grüße, markus

  2. Liebe Frau Haiderer! Ich verfolge schon von Beginn an Ihren interessanten Reiseblog. Heute freue ich mich, dass Sie ein Reiseziel zeigen, das ich selbst auch sehr schätze. Ich besuche sehr gerne die Römertherme und fühle mich in Baden immer sehr wohl. Liebe Grüße aus Wien, Christine Koller

  3. Liebe Frau Haiderer!
    Vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht!
    Es freut uns das es Ihnen bei uns so gut gefallen hat!
    Liebe Grüße aus Baden

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